29.08.2016, 06:53 Uhr

Die Hanser Himmelsstürmer hören die Engel singen

Zum 9. Mal ein etwas anderes Sommertheater im Saggautal


Gar himmlisch geht es derzeit in der Saggautaler Halle zu. Engeln tummeln sich vor der Himmelspforte, und im Vorraum empfängt die „Heilige Petra“ die Hanser Himmelsstürmer mit Argusaugen und einem dicken Bauch in der Hand. Ein Theatergenuss zum Sommerausklang!

(jf). Es sind nicht gerade Alltagsthemen, mit denen sich das Theatervolk um Annelies Strauß-Held beschäftigt. „Wir hoffen, dass es wieder ein heiteres, aufregendes, freches, einfach etwas anderes Sommertheater wird“, reüssiert die Produktionsleiterin und Obfrau von KultURkreis St. Johann im Saggautal.

Alle Neune beim KultURkreis St. Johann im Saggautal...


Neun Jahre Sommertheater in St. Hans, neun Spieler in der aktuellen Produktion, und seit neun Jahren begleitet Wolfgang Fasching aus Deutschlandsberg als Regisseur die Truppe. Wenn das Zufall ist. Stolz ist man darauf, dass man bisher am der Maxime „Nix kaufen, sondern selber schreiben“ festgehalten hat und nicht aus der Rolle getanzt ist. Auch auf den Rückhalt der ortsansässigen Mitglieder ist felsenfester Verlass. „Wir haben eine Schneiderin (Kostüme), einen Tischler (Bühne) und eine Kosmetikerin (Maske) in unseren Reihen, die uns toll unterstützen“, listet Strauß-Held auf. Für Licht, Ton und Videoeinspielung zeichnet René Hammer verantwortlich.
Wolfgang Fasching hat das komplette Stück in Anlehnung an die 1911 erschienene Kurzgeschichte „Der Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma, einem Volksdichter und Rechtsanwalt aus Bayern, verfasst. „Es hat keinen psychologischen oder philosophischen Hintergrund, aber wir wissen wie es im Himmel ausschaut. Und wir zeigen es auch her.“


Der Himmel in der Saggautaler Halle ist weiblich


Doch nun wollen wir die „Hanser Himmelstürmer“ nicht mehr länger aufhalten. Zum Inhalt: Leere Gläser mag der Sepp (Peter Zenz“ nicht, Frauen davor umso mehr. Seine Trinkgelage und Frauengeschichten sind im ganzen Ort bekannt. Sein bester Freund Gustl (Ernst Sallmann jun.) hält ihm bei allen Eskapaden tatkräftig die Stange. Jedoch auch der schönste Rausch hat irgendeinmal sein Ende. Statt Gläserklingen hört der Sepp die Engel singen. Trotz seines Lebenswandels kommt er in den Himmel. Dort will sich der rebellische St. Hanser partout nicht mit seiner neuen Situation anfreunden. Manna, Hosianna, Harfenspiel mag er nicht. Statt Himmelsbrot will er Wiener Schnitzel, Geselchtes und südsteirischen Wein...
Es gibt auch noch andere Frauen und Männer aus St. Hans, die unter verschiedenen Umständen in den Himmel gekommen sind und sich gut integrieren. Vor dem Durchschreiten der großen Pforte werden die Ankömmlinge von der „Heiligen Petra“ (Annelies Strauß-Held) auf Herz und Nieren geprüft. Der Vorraum wird von einer Statue bewacht. Bei ihr ist auch die Registrierkarte abzugeben. Es gibt nur einen Mann im Himmel und das ist der Chef. Die Bühne ist wieder dreigeteilt. Links spielt sich das irdische Leben ab, in der Mitte befindet sich der Vorraum und rechts der Himmel.
Wolfgang Fasching – als Regieassistenz steht ihm Heidi Peißer zur Seite – hat auch die schrägem Musiktexte geschrieben. Dabei handelt es sich um rapartige freche Lieder. „Alles was gesungen wird, ist live, Instrumentalmusik wie Harfenklänge werden eingespielt.“
Die „Hanser Himmelsstürmer“ heben am 27. August um 20.20 Uhr (Premiere) in der Saggautaler Halle ab. Am 28. August beginnt das Sommertheater um 15.15 Uhr. Weitere Aufführungen: 2., 3., 9. und 10. September mit Beginn um 20.20 Uhr sowie am 6. September mit Beginn um 19.19 Uhr. Info-Hotlines: 0664/1913333, 0664/1363693, 0676/5336453

Bildbeschreibung:

Die „Hanser Himmelsstürmer“ kommen jetzt in Fahrt,

Fotos: Josef Fürbass
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