13.07.2016, 14:21 Uhr

Hagel- und Sturmschäden

Besonders betroffen waren die Kulturen Mais, Kürbis, Saatmais, Obst, Wein, Weizen, Triticale, Gemüse und Sojabohne. Der Gesamtschaden wird auf 3,3 Millionen Euro geschätzt

Die extremen Starkregen-Niederschläge kombiniert mit Sturm und Hagel am 12. Juli haben die Landwirtschaft zu einer äußerst sensiblen Entwicklungszeit getroffen. Mais, Sojabohne, Gemüse und Kürbis befinden sich in der Hauptblüte beziehungsweise in der Hochphase der Ertragsbildung. Schäden zu diesem Zeitpunkt beeinflussen die Befruchtung und damit den Ertrag im höchsten Ausmaß. So ist der Saatmais im Raum St. Ruprecht/Raab, Wollsdorf und Albersdorf am gravierendsten geschädigt worden.


Werkstatt unter freiem Himmel

Dazu Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. „Die Bäuerinnen und Bauern haben ihre Werkstatt unter freiem Himmel. In nur wenigen Minuten können Hagelunwetter, Stürme oder Überschwemmungen die heranwachsenden Früchte vernichten“, verwies Titschenbacher auf die große Abhängigkeit der Bäuerinnen und Bauern vom Wetter.

Hagelversicherung hilft Existenz der Höfe zu sichern. Die landwirtschaftlichen Kulturen – beispielsweise Obst, Kürbis, Wein, Getreide, Mais oder Grünland – sind den Wetterkapriolen hilflos ausgesetzt. „Die Hagelversicherung leistet einen entscheidenden Beitrag, damit das Schadensausmaß gemindert wird und die Betriebsführer die Schäden wirtschaftlich besser verkraften können“, betont der Landwirtschaftskammer-Präsident.

Schaden wird später ersichtlich

Äußerlich kaum erkennbar sind Schäden durch Hagelkörner in Form von Gewebeschäden, welche erst in den nächsten Tagen offensichtlich werden. Pilzinfektionen und Fäulnis werden das Erntegut irreparabel schädigen, wovon Mais, Soja, Gemüse und Ölkürbis erheblich tangiert sind. Aus diesen Gründen wird nur in den wenigsten Fällen eine brauchbare Ernte möglich sein.

Weizen und Triticale standen kurz vor der Ernte. Die Hagelkörner haben erntereife Körner aus der Ähre geschlagen oder die Ähre völlig vom Halm getrennt.

Welche Regionen beziehungsweise Ortschaften wurden in der Steiermark getroffen: St. Ruprecht/Raab, Wollsdorf, Albersdorf, Prebuch, das Ilztal, Pischelsdorf, Gersdorf an der Feistritz, Blaindorf, Auffen, Nörning, Ebersdorf und Ebersdorfberg.

Das Schadensausmaß wird laut steirischer Hagelversicherung auf 3,3 Millionen Euro geschätzt. Die betroffene Gesamtfläche erreicht 7.300 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, wobei das Hauptschadensgebiet auf 2.000 bis 2.500 Hektar angenommen wird.
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