30.08.2016, 23:02 Uhr

Marktgemeinde Wettmannstätten im stetigen Aufwind

Franz Weiss hat sich an der Fassade der Valentinskirche mit Christus als Weltenrichter verewigt.

Wettmannstätten floriert als Zuzugsgemeinde bei optimaler Verkehrs-Anbindung.

WETTMANNTÄTTEN. Die verkehrsstrategische Lage der Marktgemeinde Wettmannstätten könnte kaum besser sein, liegt sie doch am Treffpunkt der Wieserbahn mit der Koralmbahn inmitten des weststeirischen Hügellandes. Die Koralmbahn und der nun endlich fixierte Halbautobahnanschluss HAST Hengsberg ist für das Wirtschaftsleben im gesamten Laßnitztal von enormer Bedeutung, vor allem für die Ansiedelung von weiteren Betrieben z.B. im Nahbereich des Bahnhofes. Bereits jetzt ist man mit der Bahn in nur 20 Minuten von Wettmannstätten aus in Graz und wohnt dennoch in herrlicher Landschaft angrenzend an die Waldschacher Seen. Daher siedeln sich hier auch immer mehr Menschen an - derzeit zählt die Marktgemeinde 1620 Einwohner, Tendenz steigend. "Es tut sich einiges, wobei vorwiegend Einfamilienhäuser gebaut werden. Von den ursprünglich 16 Bauplätzen, die die Marktgemeinde zu vergeben hatte, steht inzwischen nur noch einer zur Verfügung, sonst sind alle verkauft", so Bgm. Peter Neger und ergänzt: "Wir sind somit gefordert, noch weiteres Bauland zu schaffen. Änderungen im Flächenwidmungsplan erfolgen daher in regelmäßigen Abständen". Um diesem Zuzug Rechnung zu tragen, steht die Optimierung der Infrastruktur im Fokus der Marktgemeinde, die auch auf ein sehr reges Vereinsleben setzen kann.

Belebte Infrastruktur

So führt die Familie Tölg den örtlichen Nahversorger inklusive Bauernecke mit viel Engagement. Der praktische Arzt Horst Wolfgang Heschl ist um das gesundheitliche Wohl bemüht. Die Volksschule ist mit vier Klassen und einer Nachmittagsbetreuung ausgestattet. Der Kindergarten verfügt über zwei Gruppen mit insgesamt rund 40 Kindern. Die Sanierung der Volksschule als größtes Bauprojekt in naher Zukunft ist im Finale der Planungsphase - die Umsetzung ist für den Sommer 2017/2018 in zwei Bauphasen vorgesehen. Für die gemeindeeigenen Brunnen ist jetzt die wasserrechtliche Bewilligung vom Land Steiermark in Aussicht gestellt worden. "Es ist sehr wichtig für uns, wenn wir eigenes Wasser in der Gemeinde verbrauchen können", betont Neger. Die Kanalisation ist bis auf wenige Einzelanschlüsse ebenfalls abgeschlossen.

Anschaffungen in der Marktgemeinde

Die Marktgemeinde hat einen auslegbaren Mulcher angeschafft, der demnächst geliefert wird. Damit sollen Gräben zwischen den Äckern und Wiesen regelmäßig gepflegt werden, um Überflutungen abzuwenden.
Außerdem wird eine Elektroladestation für Pkw vor dem Gemeindeamt und eine weitere für E-Bikes beim Kirchenwirt errichtet.
Ein Zählerdatenmanagemant wurde um knapp 10.000 Euro angekauft, um den Wasserverbrauch besser kontrollieren zu können und etwaigen Wasserrohrbrüchen nachzugehen.

Zu den Straßen

Sobald die Genehmigung der Planunterlagen durch das Land Steiermark eintrifft, kann endgültig mit der Gestaltung des Kreisverkehrs begonnen werden.
Neben kleineren Sanierungsmaßnahmen ist noch eine Straßenverlegung im Bereich des Saubaches für den Hochwasserschutz in Planung. Zu der bereits fertiggestellten Brücke wird somit nicht nur eine Aufschließungsstraße in Richtung Gewerbegebiet entstehen, sondern auch eine Verkehrsberuhigung für die Anrainer. Der Lückenschluss des Geh- und Radweges im Bereich Zehndorf auf gut 500 Metern in Richtung Preding geht jetzt in die Planungsphase, die sich allerdings sehr aufwändig getaltet, da die Laßnitz zu überqueren ist. 2017 werden außerdem Gehsteigsanierungen entlang der L639 durch den Ort in Richtung Waldschacher Teich und die Sanierung des „Unteren Dorfweges“ in Wohlsdorf in Angriff genommen. Ebenso ist eine Neugestaltung der Ortsdurchfahrt in Richtung Lassenberg geplant.
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