02.07.2016, 19:00 Uhr

Regenguss folgte auf Hochgenuss

Klemens Bittmann (Mandola) und Matthias Bartolomey (Cello) agierten mit sichtbarer Freude am Musizieren
Stainz: Barbäck Hof |

BartholomeyBittmann gastierten in Stainz.

„Es ist einmal etwas ganz anderes“, begrüßte StainZeit-Sprecher Jakob Nöhrer am vergangenen Donnerstag die Konzertbesucher. Und er meinte damit die Musik des Wiener Duos Matthias Bartholomey (Cello) und Klemens Bittmann (Geige, Mandola), die als BartholomeyBittmann ihr Stainz-Debüt gaben.
Was war an der Musik so anders? Die beiden zeigten sich als absolute Meister ihres Fachs. Jeder Griff nach den Tönen, jedes Zupfen an den Saiten, jeder Schlag auf den Instrumentenkörper, jeder Vokaleinschluss in das Stück saß in einer Perfektion, die bei der lebhaften Präsentation doch als sensationell bezeichnet werden kann. Und das bei Kompositionen, die so gar nicht in ein vorgepresstes Schema passten, denn es begegneten sich klassische Elemente mit einem zeitgenössischen Repertoire. Die Stilrichtung? Am besten beschreibt man die Musik als eigenen Sound, der sich der Elemente Rock, Jazz, Folk und Pop bedient.
Die beiden Musiker absolvieren gut 150 Auftritte im Jahr, vor dem Konzert in Stainz stand Rußland auf dem Tourplan. Was der Auftritt vor 3.000 Besuchern in Ekaterinburg und das familiäre Ambiente im Hof verband? Der Regen. Doch da wie dort harrten die Gäste aus, in Stainz wechselten sie nur in den angrenzenden Seminarraum. „Wir hatten vor, ohne Pause zu spielen“, nahm es Klemens Bittmann von der lockeren Seite und mischte sich mit seiner Geige unter das Publikum. Eine Widmung mit Stainz-Bezug: Eine Komposition aus dem aktuellen Album „Neubau“ widmeten die beiden Künstler Nikolaus Harnoncourt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.