01.08.2016, 13:28 Uhr

Schneise der Verwüstung nach orkanartigen Sturmböen im Sulmtal

Die Schäden nach dem orkanartigen Sturm waren speziell im Sulmtal verheerend. (Foto: Franz Fröhlich)

Gestern fegte um 18.25 Uhr ein starkes Gewitter mit Hagel und noch nie gekannten Sturmböen von St. Peter im Sulmtal kommend, Richtung Stullnegg-Laiben und in der Folge Richtung Otternitz (Gde. Sankt Martin im Sulmtal).

SULMTAL. Die Schäden, die dieses Unwetter an Gebäuden und durch geknickte und verkeilte Bäume aber auch an Stromleitungen anrichtete, sind enorm. Alle 12 Feuerwehren der Abschnitte „Unteres und Oberes Sulmtal“ sowie Kranfahrzeug und Drehleiter der Stadtfeuerwehr Deutschlandsberg waren mit allen zur Verfügung stehenden Einsatzkräften über Stunden damit beschäftigt, um zum Einen die Straßen wieder befahrbar zu machen und zum Anderen beschädigte Dächer notdürftig abzudecken. Mit welcher Wucht dieser Sturm über dieses Gebiet hinwegfegte, zeigte sich einmal mehr, dass 40-50 Zentimeter starke Bäume wie Streichhölzer geknickt oder entwurzelt wurden.


Arge Schäden an Gebäuden

Auch die Schäden an vielen Gebäuden haben zum Teil kostspielige Reparaturen und Aufräumungsarbeiten zur Folge, wobei das Ausmaß noch gar nicht abzuschätzen ist. So wurden bei einem Geflügel-Mastbetrieb sämtliche Entlüftungsgeräte vom Dach in ein Maisfeld katapultiert. In Hohlbach riss der Sturm rund 300 Quadratmeter Aluminium-Paneelbleche von einem neugebauten Stallgebäude. Dutzende Bäume krachten auf Hausdächer, wobei auch Stromleitungen mitgerissen und Dächer schwer beschädigt wurden. Eine ehemalige Badehütte des Freibades in Aigen landete zertrümmert auf der Gemeindestraße.


Entwurzelte Bäume versperrten Zufahrten

Die Zufahrt zum Gasthof Berghof war durch eine Unmenge an umgestürzten und entwurzelten Bäumen unpassierbar. Die GKB-Strecke zwischen Deutschlandsberg und Bergla musste wegen umgestürzter Bäume stundenlang gesperrt werden. Die B74-Sulmtalbundesstraße musste im Bereich Hohlbach (Gde. Schwanberg) ebenfalls zur Gänze gesperrt werden, da dutzende Bäume quer über die Fahrbahn lagen. „In Summe wurden im Raum Hohlbach, St. Peter i.S. und Martin i.S. rund 50 Einsätze aufgearbeitet, wobei vorerst nur die allernötigsten Maßnahmen getroffen werden konnten“, so Thomas Stopper vom Bereichsfeuerwehrkommando Deutschlandsberg.

Einzelne Einsätze gab es auch in Gemeinden Deutschlandsberg, Eibiswald, Frauental, Groß St. Florian, Preding, Sankt Stefan ob Stainz, Stainz, Wettmannstätten und Wies.
Verletzt wurde bei allen Einsätzen niemand.
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