08.05.2016, 09:02 Uhr

Sommertraumhafen in Stainz

Zum Anfang gab Mirjam Hesse den bösen Kobold
Stainz: Dachbodentheater |

Mirjam Hesse bezauberte mit dem Märchen von der Schneekönigin.

Die erste Station des Figurentheaterfestivals Sommertraumhafen bildete am vergangenen Samstag das Hans-Christian Andersen-Märchen von der Schneekönigin. Mirjam Hesse, die Leiterin des Theaters Miamou in Berlin, bewerkstelligte im Alleingang, die Figuren mit Leben zu erfüllen. Ihre Requisiten? Zwei Sessel, Leintuch, Taschenlampe und eine einfühlsam-fesselnde Stimme.
Im Vordergrund stand die Freundschaft der Kinder Geda und Kay, die Haus an Haus wohnten und in Unzertrennlichkeit verbunden waren. Bis eines Tages ein Kobold Kay einen Splitter ins Herz versenkte und jener die davor wunderschönen Blumen nur mehr als hässlichen Spinat empfand und mit nichts mehr zufrieden war. Er sei von der Schneekönigin in den Norden gebracht worden, hieß es im Dorf, bevor er schließlich für tot erklärt wurde.
Wer das alles nicht glauben wollte, war Geda. Sie fragte den Fluss, die Blumenfrau und die Prinzessin, alle wiesen ihr den Weg nach Norden zur Schneekönigin. Nach einem Ritt auf dem Rentier traf sie schließlich auf eine alte Lappländerin, die ihr den entscheidenden Rat gab: Du musst den Splitter aus seinem Herzen lösen!
Im Schloss der Schneekönigin angekommen, traf Geda auf Kay, der sich mit dem Eisspiel des Verstandes die Zeit vertrieb. Die auf die Brust ihres Freundes fallende Träne von Geda löste den Fluch und wie von selbst formte sich das Lösungswort zum Spiel: Ewigkeit. Hand in Hand kamen die beiden zurück in ihre Stadt. Nicht mehr als Kinder, sondern als Erwachsene.
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