04.04.2016, 11:04 Uhr

Stefan Waghubinger und die Lachstürme im Dachbodentheater

Er wusste auf jede von ihm gestellte Frage eine passende Antwort
Stainz: Dachbodentheater |

Der Stuttgarter aus Oberösterreich verplauderte sich bei seinem Publikum.

Der Künstler zeigte sich als Meister des Wortspiels und Vertreter eines scheinbar gedankenverlorenen, beiläufigen Unterhalters, der aber doch nie den Faden verlor und punktgenau die entscheidende Pointe setzte. Dabei wollte er nichts anderes, als seine Steuererklärung ausfüllen. Genauso, wie man halt auf den Knopf einer Kaffeemaschine drückt. Aber, wer zahlt denn schon gerne Steuern? „Wegen a poar Betrüger werden Menschen wie ich von der Finanz erwischt.“ Dabei: Sind wir doch froh, dass der Strom aus dem Atomkraftwerk kommt, denn so lange es produziert, ist es noch nicht explodiert.
Eine eigenartige Erkenntnis: Man wird jedes Jahr älter, hat aber doch immer am gleichen Tag Geburtstag. „Des geht so long, bis da Gummi endgültig reißt“. Manchmal, schelmischer Seitenblick, fängt das Leben aber so an. Daher ist es vorteilhaft, mit seinen im Leben zur Verfügung stehenden Schritten hauszuhalten. Kein Sport, kann nur die Devise lauten, um nicht der Gebrechensgarantie eines Neugerätes anheimzufallen. Allerdings: Sport kann man nicht nach Indien auslagern.
Um das Finden ging es nach Waghubingers Rückkehr von der Steuerflucht, sprich: der Pause. Etwa das Auffinden des abgestellten Wagens. Schon komplizierter: die App zum Auffinden des verlorenen Smartphones. „Auch die Entdeckung Amerikas war ein Irrtum“, machte er glauben, dass es ohne seine Entdeckung viel mehr Indianer gäbe. „Wenn ma so ist, wia selba vor drei Joah, is ma heit der komplette Volltrottel“, mutmaßte er, dass „die Leit‘ an Koffa nur hob’n, weil’s mehr brauch’n, als sie trog’n kennan.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.