26.03.2016, 16:42 Uhr

Weihfeuertragen in Stainz

Das Feuer sollte Licht in die Häuser bringen
Stainz: Pfarrkirche |

Pfarrer Franz Neumüller segnete die Glut.

Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich der Brauch des Weihfeuerholens. Am vergangenen Samstag säumten wieder unzählige Kinder und Erwachsene, um mit ein paar Bröckerln aus der Glut die mitgebrachten Schwammerl, Hölzer und Stauden zu entflammen.
„Welches Ereignis feiern wir heute“, wollte Pfarrer Franz Neumüller von den Kindern wissen. Frieden, ja, aber vor allem ist es die Auferstehung Christi. „Er bringt uns Licht und Leben“, appellierte er, die Flamme das ganze Jahr über leuchten zu lassen. „Richtet in den Häusern einen schönen Gruß vom Pfarrer aus“, segnete er das Feuer, bevor er mit dem Vater unser die Feier abschloss. Nach längerer Zeit fand die Segnung auf der der Kirche zugewandten Seite der Baumreihe statt. „Da finden die Kinder leichter Platz“, nahm sich das Messner-Duo Johann und Fritz Lienhart vor, den Platz auch in Zukunft beizubehalten.
Unmittelbar nach der Zeremonie setzten sich die Kinder und Eltern in alle Himmelrichtungen in Bewegung. „Der Papa hat mich hergebracht“, absolvierte Julian (15) den Heimweg nach Graschuh zu Fuß. Seine Begründung: Das Feuer würde durch den Fahrtwind zu schnell verglühen. Andere wiederum nahmen den Fahrtwind in Kauf. Bevor die Holzbrocken verbrennen konnten, legten sie ein paar neue Baumschwammerl nach. „Ich habe jede Menge bei mir“, verriet Benjamin (11), dass er im Wald ausgiebig fündig wurde. „Meine Verwandten sind zu weit weg“, machte Lisa Marie (13) ihre Besuchsrunde in der Nachbarschaft. Sie war sicher, dass sie auch hier ein paar Süßigkeiten bekommen würde.
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