22.04.2016, 13:22 Uhr

FPÖ-Stainz lud zu einem „Bürgertreff“

EU-Beauftragte Sabine Ehmann (Foto: Foto: KK)

EU-Beauftragte Sabine Ehmann: "Europa fängt in der Gemeinde an"

STAINZ. Frontmann Leopold Weingartshofer durfte zu dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung viele Gäste aus mehreren Bezirken begrüßen, darunter NAbg. Sepp Riemer, LTAbg. Christian Cramer, Bezirksobmann-Stv. Gernot Wagner und als EU-Gemeinderätin bzw. EU-Beauftragte Sabine Ehmann.
Viele Probleme wurden an diesem Abend angesprochen: bspw. die Registrierkassenpflicht, Flüchtlingsangelegenheit, Sorgen der Klein- und Mittelbetriebe sowie jene der Bauern.
Sabine Ehmann stellte sich als EU-Beauftragte vor und erklärte die Initiative „Europa fängt in der Gemeinde an"– was unter der Schirmherrschaft des Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres steht.
„Gemeindevertreter sind oft die ersten Ansprechpersonen, wenn es um Sorgen oder Anliegen zu Europa geht“, so Ehmann, die sich auf das in aller Munde liegende TTIP-Abkommen einschießt.


Tiefgreifende Veränderungen absehbar

In Wort und Schrift versuchte die beauftragte Rätin den Anwesenden das angestrebte TTIP näher zu bringen und betonte vorweg: „Ein TTIP-Abkommen kann verschiedene Bereiche ankurbeln, vor allem die exportorientierte Industrie. Aber bei solchen tiefgreifenden Veränderungen für unsere Gesellschaft muss man auf jeden Fall mögliche Auswirkungen kritisch hinterfragen und in der Öffentlichkeit diskutieren.“


Nachteile durch TTIP auf regionaler Ebene

Vor allem große, exportorientierte Konzerne könnten durch verbesserte Absatzmöglichkeiten in Übersee vom TTIP profitieren. Ein Vorteil, der natürlich auf beiden Seiten des Atlantiks gelten würde. In Europa – und damit letztendlich auch im Bezirk – sorgen aber Bilder von „Chlorhühnern“ oder „gentechnikveränderten Produkten“ in den Supermarktregalen für große Aufregung.
Nach den derzeit vorliegenden Informationen sieht Ehmann überwiegende Nachteile, vor allem für den österreichischen Mittelstand und damit für den Großteil unserer einheimischen Bevölkerung.
„Ich muss daher als Europagemeinderat aus derzeitiger Sicht gegen dieses Abkommen auftreten – alleine, wenn ich an unsere klein- und mittelständischen Betriebe inkl. der Bauern denke“, schließt die EU-Beauftragte.

Bildbeschreibung: EU-Beauftragte Sabine Ehmann
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