11.07.2016, 09:31 Uhr

Deutschlandsbergerin mischt Hip-Hop-Szene auf

Deutschlandsbergs Hip-Hop-Zukunft mit ihrer Trainerin Katja Schliefsteiner bei den letzten Österreichischen Meisterschaften. (Foto: Franz Krainer)

Freestyle-Dance-Events, sogenannte "Battles", bieten tanzbegeisterten Menschen weltweit die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten anzufreunden, auszutauschen und weiterzuentwickeln.

Mittendrin tanzt sich eine Weststeirerin durch die Hallen dieser Welt: Die 19-jährige Katja Schliefsteiner hat gerade an der HLW maturiert und ist ein sportliches Multitalent. Ob Tennis, Leichtathletik oder Schilauf, landesweit zeigte die Deutschlandsbergerin als Jugendliche ihre sportliche Bandbreite. Den vielfältigen Formen von Hip Hop gehört aber seit 14 Jahren ihre besondere Zuneigung. Vor wenigen Wochen zur Österreichischen Meisterin im Hip Hop, den sogenannten "Adults Battles", gekürt, geht ihre Bindung zu dieser ausdrucksstarken Form des Tanzes tief: „Eine Meisterschaft zu gewinnen ist natürlich schön, für meine Kids und mich ist es ein Zeichen der Anerkennung der Trainingsarbeit. Doch meine persönlichen Interessen liegen wo anders.“ Katja trainierte bis jetzt bei der Turnerschaft Deutschlandsberg 21 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren, hat mit mehreren Kids Top-Platzierungen erreicht (Österreichische Meisterschaft - Junior Hip Hop Battles: 1. Nora Powoden, 2. Joana Kaufhold, 3. Christina Reiterer, Halbfinale Solo Junioren: Selina Berger). Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Herbst in Graz wurde ebenfalls geschafft, Schliefsteiner sieht ihre Erfolge allerdings pragmatisch: „Für mich persönlich nutze ich ein Netzwerk in ganz Europa, um mich bei kleinen, aber angesagten Events tänzerisch zu entwickeln und zu vervollkommnen.“

Große Pläne fernab der konventionellen Welt

Die “Hip-Hop-Battle-Szene“ erstreckt sich von Südamerika über Asien, Russland und ganz Europa. Freestyle-Tanz ist weniger Sport, sondern eine künstlerisch-individuelle Ausdrucksform, wobei die beste Performance dann entsteht, wenn Inhalte eines Tanzes beinahe tranceartig zu einem komplexen Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die „Hyper-Week“ in Italien, „Juste Debout“ vor 15.000 Besuchern in Paris oder die angesagten Events in Österreich, Deutschland oder Spanien ziehen die Weststeirerin magisch an. „Nach Events bei After-Show-Partys wird weitergetanzt und gejammt, dort holt man sich Inspirationen, die wichtiger sind als Weltmeistertitel“, sieht die 19-Jährige ihr Entwicklungspotential. Auch ihre Lebensplanung hat sie bereits fest im Blick: In den nächsten Jahren sieht sich die Deutschlandsbergerin in Schweden oder Spanien, mittelfristig als Sportpädagogin. Hip Hop, RnB, House, Dancehall aber auch Jazz, Funk und Soul bilden die Grundlage ihres Tanzes. Die Welt, in der Katja ihre Träume lebt, ist weit jenseits normaler, kommerzieller Vorstellungen.

von Franz Krainer
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