12.03.2016, 20:21 Uhr

DSC feiert ersten Erfolg in Oberösterreich

Nach vier Niederlagen aus vier Spielen jubelt der DSC erstmals über einen RL-Sieg in Oberösterreich. (Foto: DSC)

Auch ein Eigentor und ein Platzverweis können die Deutschlandsberger nicht aufhalten: Zwei Stürmertore bringen in Gurten den ersten „oberösterreichischen“ Sieg.

GURTEN/DEUTSCHLANDSBERG. Ohne Stammkräfte wie Oparenovic, Schmölzer, Lipp oder Kluge mussten die Deutschlandsberger am Samstag um halb 10 vorm Koralmstadion die lange Reise ins Innviertel antreten, wo ein formstarker Gegner wartete: Union Gurten hatte von ihren letzten zehn Meisterschaftsspielen nur eines verloren. Die Heimischen mussten immerhin auch ihre beiden besten Torschützen Fabian Wimmleitner (6 Tore) und Jakob Kreuzer (5 Tore) vorgeben, ihr Prunkstück ist aber ohnehin die Defensive. Erst 19 Gegentore, Jerko Grubisic wollte dagegen (und wohl auch wegen der Personalsorgen) mit drei Stürmern entgegenhalten. Und er sollte recht damit haben…

Die Stürmer treffen wieder

Stanzer, Kordic und auch Wallner kamen alle von Beginn an, Julian Dengg ersetzte rechts hinten den gesperrten Lipp, während Dominik Herzog sein Comeback feierte. Aber als erstes jubeln die Hausherren: Eine halbhohe Hereingabe von links lenkt Pascal Zisser unglücklich ins eigene Tor ab, damit der frühe Rückstand nach sieben Minuten. Die Oberösterreicher verdienen sich die Führung, kommen durch großen Druck öfters vors Tor der Deutschlandsberger, nach 20 Minuten wehrt Gregor Fink ein zweites Gegentor ab. Fünf Minuten später setzen aber die Gäste ein erstes Zeichen und zwar ein kräftiges: Im Mittelkreis landet der Ball bei Gregor Grubisic, der sieht, dass Ante Kordic auf links startet und bedient ihn ideal mit dem Außenrist, woraufhin der Kroate den Ball flach ins lange Eck haut. Der erste Treffer für den Winterneuzugang und somit der Ausgleich. Spielbestimmend bleiben bis zur Pause weiterhin die Gurtener, ein paar weitere Möglichkeiten reichen aber nicht zur erneuten Führung und es geht pari in die Kabinen.

Auch die zweite Halbzeit startet mit einem frühen Treffer, nur diesmal auf der Gegenseite. Kordic behauptet den Ball im Strafraum, findet Grubisic, der mit Ruhe und Übersicht zu Stanzer durchsteckt, der wiederum uneigennützig für Michi Wallner auflegt. Der braucht danach aus kurzer Distanz nur mehr einschieben, womit die Deutschlandsberger das Spiel drehen. „Das war eine super Kombination, ein Traum“, meinte Trainer Grubisic nach der Partie. Die Gastgeber schienen durch diese Wende im Spiel etwas geschockt, Gregor Grubisic holt sie praktisch wieder zurück, als er in der 72. Minute die Gelb-Rote Karte sieht. Danach wirkt das Spiel wieder wie die Anfangsphase, bereits drei Minuten später haben die Oberösterreicher ihre beste Chance. Eine hoher Ball von rechts geht über alle drüber, bis Zweimüller die Kugel über Fink hinweg wieder auf die andere Seite ins lange Eck bringt, aber nur die Stange trifft. Fünf Minuten jubelt das Gurtener Publikum schon, Zweimüllers Kopfball berührt aber tatsächlich nur das Außennetz. Zu zehnt und in der Nachspielzeit mit RL-Debütant Martin Aldrian retten die Deutschlandsberger mit vereinten Kräften die knappe Führung über die Zeit und feiern somit nach vier Niederlagen in vier Gastspielen den ersten Sieg in der Regionalliga Mitte in Oberösterreich.

"Gekämpft bis zum Umfallen"

Genau genommen ein historischer Sieg, ist es doch der erste Pflichtspielsieg des DSC in seiner bald 81-jährigen Geschichte auf oberösterreichischem Boden. Wie dieser Sieg zustande gekommen ist, ist für den Trainer nebensächlich. „Der Platz war katastrophal, klein und dreckig. Es war einfach kein Fußball, von beiden Seiten“, so Grubisic. Gurten hat vor allem mit hohen, gefährlichen Bällen immer Druck gemacht. „Es war mehr Kampf und wir haben mit diesen Mitteln das Spiel gespielt. Alles andere ist egal, sicher, es war ein Arbeitssieg bis zum Umfallen.“ So haben auch seine Spieler gekämpft, mit denen er vor allem in der Defensive zufrieden ist. „Auch in den letzten 20 Minuten mit einem Mann weniger haben sie gekämpft, das ist sensationell.“ Natürlich freute sich auch Grubisic über die Tore von Ante Kordic und Michi Wallner, ist froh, dass endlich zwei Stürmer geschossen haben. Und er wird hoffen, dass sie ihr Visier auch für den Tabellenführer eingestellt haben: Nächste Woche kommt Hartberg ins Koralmstadion - und die haben in Gurten nur 0:0 gespielt…
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