17.10.2016, 08:15 Uhr

Traditionsderby geht an St. Peter im Sulmtal

Eibiswalds Manuel Thürschweller (rot) konnte gegen Nejc Peterka und St. Peter nur wenig ausrichten. (Foto: Franz Krainer)

Eibiswalds Team war gegen ambitionierte Gäste in allen Belangen unterlegen, verlor verdient mit 1:3.

(fk) 250 Zuschauer waren gekommen, viele in Erwartung der Chance, bei der Autoverlosung mit einem neuen Mitsubishi die Heimreise anzutreten. St. Peter war von Anfang an gut in der Partie, kam über die Flügel, weder gegen Denis Cekovski über links noch gegen den extrem starken Sebastian Lukas über die rechte Seite wusste die SVE-Defensive wirklich Rat. Trotzdem brauchte St. Peter eine Standardsituation, die Lukas per Heber von der Strafraumgrenze zur Führung nutzte (25.). Eibiswald war bemüht, hatte gegen die aggressiven Gäste allerdings nie die Ruhe, um selbst ein vernünftiges Angriffsspiel aufzubauen. Hohe Fehlpassquote bei den Hausherren im Mittelfeld bedeutete für die Eibiswalder Abwehr ständig Stress. Riesenmöglichkeiten durch Nejc Pecovnik, Jure Grubelnik und Nejc Peterka hätte die Gästeführung bereits vor der Pause komfortabel machen können.

Kurze Hoffnung

Der Thürschweller-Truppe darf man den Willen keineswegs absprechen, doch der sportliche Effekt blieb limitiert. Die Vorentscheidung in diesem Traditionsderby fiel in der 55. Minute: eine haarsträubende Fehlerkette in Eibiswalds Hintermannschaft und Cekovski nutzte die kollektive Verwirrung der Eibiswalder zum 0:2. Kurze Hoffnung schöpfte der SVE, als Marko Wechtitsch praktisch aus dem Nichts zum Anschluss traf (85.), doch ein weiterer Patzer der Eibiswalder besiegelte praktisch im Gegenstoß die verdiente 1:3-Niederlage durch Dominik Prettenthaler (86.). St. Peter ist im Moment das beste Team aus dem Bezirk in der Unterliga, trotzdem hört man keine erfreulichen News: Obmann Walter Glockengießer will sich im nächsten Jahr nach fast fünf Jahrzehnten endgültig aus dem Fußballgeschäft zurückziehen, wird kein geeigneter Nachfolger gefunden, könnte einer der traditionsreichsten Vereine der Steiermark bereits nach dieser Saison Geschichte sein. Ein Gedanke, der vielen Fußballfreunden so gar nicht schmecken würde. Im Sinn des weststeirischen Fußballs ist zu hoffen, dass man in St. Peter doch noch zu einer praktikablen Funktionärslösung findet. Ein Eibiswalder hat sich an diesem für den SVE enttäuschenden Nachmittag trotzdem riesig gefreut: Franz Kröll aus Stammeregg gewann bei der Autoverlosung einen nagelneuen Wagen.
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