12.06.2016, 21:54 Uhr

32 Stars in 18 Talentschmieden

Urkunden und Sterne wurden voller Stolz präsentiert: Die Preisträger der "Stars of Styria". (Foto: Fischer)

Die Wirtschaftskammer zeichnete bei den "Stars of Styria" wieder die besten Lehrlinge, Meister und Ausbildungsbetriebe des Bezirks aus.

FRAUENTAL. „Wennst nix kannst, gehst was lernen.“ - Diese von Eltern gegenüber ihren Kindern benutzte Phrase gehört längst der Vergangenheit an, oder sollte es zumindest. Dieses Denken möchte die Wirtschaftskammer Steiermark jedenfalls endgültig aus den Köpfen der Gesellschaft verschwinden lassen und vergibt deswegen seit neun Jahren die Auszeichnung „Stars of Styria“. Dabei werden Top-Lehrlinge und ihre Ausbilder vor den Vorhang geholt, um ihre Leistungen in den verschiedenen Bereichen der Wirtschaft zu honorieren. „Das sind Leute mit Herz beim Beruf“, so WKO-Direktor Karl Heinz Dernoscheg, der Regionalstellenobmann Manfred Kainz bei der Ehrung unterstützte. „Für mich einer der schönsten Aufgaben bei der Wirtschaftskammer: jungen Leuten ‚danke‘ sagen und auf die Schulter klopfen.“

50 "Stars of Styria"

Im Frauentaler Sorgerhof wurden vergangenen Dienstag 22 Lehrlinge, 18 Ausbildungsbetriebe und zehn Absolventen der Meister- und Befähigungsprüfung im feierlichen Ambiente ausgezeichnet. Höhepunkt für die „Stars“ war die Überreichung eben jener Sterne und Urkunden durch Kainz und Dernoscheg. Bei der 104. Zeremonie seit der Einführung erlebten die beiden ein Novum: Erstmals durfte mit Susanne (Masseurin) und Ferdinand Semmernegg (Tischlermeister) ein Zwillingspaar den bronzenen Stern mit nach Hause nehmen.

Ausbildung für die Zukunft

Dass die Preisträger für ihre Auszeichnungen wirklich Lobenswertes vollbracht haben, zeigen vor allem folgende Zahlen: Im Jahr 2015 haben 753 Lehrlinge im Bezirk Deutschlandsberg in 278 Betrieben eine Lehre absolviert. In 92 verschiedenen Lehrberufen wurden sie dabei ausgebildet, die beliebtesten sind Metalltechniker bei den Männern und Einzelhandel bei den Frauen. Metalltechnik kommt aber auch bei den weiblichen Lehrlingen bereits an vierter Stelle, Mechatronik steht ebenfalls bei beiden Geschlechtern hoch im Kurs. „Das ist die Zukunft schlechthin“, ist sich Kainz sicher. „Mit dem Schwerpunkt in der Berufsschule Eibiswald haben wir vor zehn Jahren den richtigen Weg eingeschlagen.“ Dass durch die sogenannte Industrie 4.0, der Verschmelzung von industrieller Produktion mit modernen Internettechnologien zur Kommunikation zwischen Mensch, Maschine und Produkt, Arbeitsplätze verloren gehen, denkt er aufgrund der fortschrittlichen Entwicklung und Forschung in der Steiermark nicht. „Die ‚Smart Production‘ kann so mitentwickelt werden, dadurch entstehen neue Arbeitsplätze.“ Für Hilfsarbeiter wird es aber sicher weniger Jobs geben, umso wichtiger sei eine zielgerichtete Ausbildung.

Ehrung für Kainz

Bereits jetzt freut man sich bei der WKO auf die Euro Skills, die Berufseuropameisterschaft, die 2020 nach Graz kommt und die Berufsausbildung in der Steiermark weiter in den Mittelpunkt stellt. Die Freude wurde bei Manfred Kainz am Ende des Abends noch größer: Er wurde von Karl Heinz Dernoscheg mit einer Ehrenurkunde überrascht und für 30 Jahre erfolgreiche unternehmerische Leistung ausgezeichnet.
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