22.04.2016, 11:00 Uhr

Der Bahnhof Wettmannstätten wächst weiter

Die Gleisbauarbeiten in Wettmannstätten gehen ins Finale. (Foto: ÖBB/Zenz)

ÖBB verlegen restliche Gleise im Bahnhof Wettmannstätten.

WETTMANNSTÄTTEN. Im Zuge des Ausbaus der Koralmbahn wurden in den letzten Tagen die Gleise im Bahnhof von Wettmannstätten komplettiert. In den nächsten Monaten startet der weitere Gleisbau im Hengsbergtunnel und bei der Autobahnunterführung.

Die Bauarbeiten zur Errichtung der rund 130 Kilometer langen Koralmbahn schreiten rasch voran. Während in den letzten Monaten der Dammkörper zwischen dem Koralmtunnel und dem Bahnhof von Wettmannstätten mit dem Tunnelausbruchsmaterial geschüttet wurde, komplettierten die ÖBB in den letzten Tagen die Gleisanlagen im Bahnhof von Wettmannstätten. In den nächsten Monaten werden aber auch weitere Gleisbauarbeiten durchgeführt, nämlich der Einbau der so genannten Festen Fahrbahn im 1.700 m langen Hengsbergtunnel und in der 800 m langen Autobahnunterführung unter der A 9
„Viel Zeit bis zur Fertigstellung der Koralmbahn bleibt nicht mehr“, erklärt Projektleiter Dietmar Schubel von der ÖBB-Infrastruktur AG. „Zusätzlich zu den auf Hochtouren laufenden Vortriebsarbeiten am rund 33 Kilometer langen Koralmtunnel müssen wir unsere Bauarbeiten auch auf der freien Strecke intensivieren. Während wir bis zum Bahnhof Wettmannstätten bereits eingleisig in Betrieb sind, stehen für die Komplettierung des Bahnoberbaus noch eine ganze Reihe von Maßnahmen an, die in den nächsten Monaten Schritt für Schritt umgesetzt werden.“

Komplettierung des Bahnhofes von Wettmannstätten

Die Hauptbauarbeiten rund um die Komplettierung des Bahnhofes von Wettmannstaätten fanden in den letzten Tagen statt. Zu Spitzenzeiten waren knapp 40 Gleisbauexperten eines heimischen Unternehmens mit einem so genannten Schnellumbauzug im Einsatz, um die neuen Schienen fachgerecht zu verlegen. Vor allem wärend der Nachtstunden wurden nicht weniger als 66 Thermit-Schweißungen der Schienenstöße durchgeführt. Diese besonders spektakuläre Form der Schweißung ist notwendig, um künftig die Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten.

Verarbeitete Baumaterialien:

5.356 m Schienen
4.260 Stk. Schwellen
9.198 Tonnen Gleisschotter (aus dem Hartsteinwerk Preg in der Obersteiermark) 66 Stk. Alu- Thermit Schweißungen
Zusätzlich wurden 441 Tonnen Material für die Herstellung von so genannten Verschieberbahnsteigen (das sind schmale Wege zwischen und entlang den Gleisen) verwendet. Ab- schließend wurden die neuen Schienen noch geschliffen.
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