10.05.2016, 09:39 Uhr

mhs in Stainz ist ein Unternehmen mit Innovation und Esprit

Katja Mochart schafft es, mit einer konsequent durchgeplante Tagesstruktur, Familienleben und Unternehmertum unter einen Hut zu bringen. (Foto: Die Abbilderei)

Prokuristin Katja Mochart über das Stainzer Unternehmen, das am 12. Mai mit dem Landeswappen ausgezeichnet wird.

STAINZ. Es ist allen bekannt, die jemals an der B76 durch Stainz gefahren sind: Das sogenannte Ufo bei der Firma mhs. So modern und innovativ wie die Archtitektur so präsentiert sich auch das Unternehmen selbst, das auf völlig neuartige Installationsboxen setzt. Wir haben Prokuristin Katja Mochart befragt, die als junge Mutter von Zwillingen auch noch Zeit für ein Gespräch mit der WOCHE Deutschlandsberg gefunden hat.

Seit wann ist mhs in Stainz stationiert?

Mein Vater Alois Mochart gründete die Firma im Jahr 1995, kurz nachdem er die Idee für die mhs- Boxsysteme hatte. Als er den idealen Ort für die Produktion suchte, hat ihm seine Tante das Gebäude in Stainz zur Unterstützung angeboten.

Mit wie vielen Mitarbeitern wurde damals begonnen, wie viele sind es
jetzt?


Es war eine Neugründung von Null weg. Als ich im Jahr 2005 eingestiegen bin, waren es neun Mitarbeiter, heute sind wir 55. Ein schönes Wachstum!

Werden Lehrlinge ausgebildet?


Bislang hatten wir als reiner Produktionsbetrieb keinen Bedarf in dieser Hinsicht. In der Zukunft werden wir aber Bürokaufleute und Werkzeugbauer ausbilden. Da mein Freund, ein Metalltechnik-Meister, nun im Unternehmen tätig ist, haben wir jetzt auch die Möglichkeit zur Lehrlingsausbildung.

Wer zählt zu den Kunden von mhs?


Zu unserer Kundschaft zählen Installateure, Haustechnikplaner und Wohnbauträger.

Schon die Optik mit dem „Ufo“ ist bezeichnend für die Außenansicht, jeder kennt es. Welche Philosophie möchte man mit diesem architektonischen Hingucker widerspiegeln?


Als wir den Zubau geplant haben, wollten wir etwas Junges, Dynamisches und Freches schaffen – wir waren schon immer ein innovatives Team und wollten diese Kraft der Innovation in der Architektur symbolisieren. Wir wollen Dinge stets weiter denken und Grenzen überschreiten. Aber natürlich sind wir auch fest verwurzelt auf steirischem Boden. So schnell wird das Ufo also nicht abheben – aber eines Tages wer weiß? (lacht)

Wie sind Sie in diesen Betrieb hineingewachsen?


Schritt für Schritt, schon die Sommerferien in meiner Schulzeit habe ich genutzt, um das Unternehmen kennen- und schließlich lieben zu lernen. Tatsächlich war es schon von klein auf mein Wunsch, in diesem Unternehmen zu arbeiten. Nach der Matura habe ich dann damit begonnen – seither mache ich es mit großer Lust und Leidenschaft. „Unternehmen statt unterlassen“.

Mit der Installationsbox („Vitalbox“) ist ein technischer und
ökologischer Wurf gelungen. Mit dem Motto: „Mein Wasser. Mein
Leben“ liegt man ja am Puls der Zeit. Wie wichtig sind innovatives Denken und die Umsetzung umwelttechnischer Maßnahmen in Ihrem Unternehmen ?


Innovation ist das A&O des Unternehmerlebens. Ohne Innovation kein Überleben. Am Standort Österreich bist du als Unternehmer ohne ständige Innovationen auf Dauer nicht überlebensfähig. Außerdem macht es Spaß, immer wieder Neues zu entwickeln.

Was bedeutet für Sie unternehmerisches Denken?


Unternehmerisches Denken ist mein Leben. Es bedeutet gestalten, Chancen nutzen, weiterentwickeln, immer wieder auch Nischen finden und beleben. Es bedeutet aber auch Standfestigkeit und Konsequenz. Es geht darum, an Ideen dranzubleiben und sie auch gegen Widerstände durchzusetzen.

Sie sind eine junge, mehrfache Mutter. Wie lassen sich Familie und die
Führung eines Unternehmens unter einen Hut bringen?


Ja, das frage ich mich manchmal auch. (lacht) Die Antwort ist ganz einfach: Es geht nur mit beinhartem Zeitmanagement und effizientem Tun und Denken. Der ganze Tag ist perfekt durchorganisiert – nur so ist es zu schaffen. Natürlich ist so ein Tagesablauf auch anstrengend, aber es ist gleichzeitig wunderschön und sinnerfüllend. Unsere Zwillinge sind nun zwei Jahre alt, im August kommt unsere Tochter auf die Welt.
mhs widmet sich ja ganz und gar dem wertvollen Gut Wasser. Welchen Schwerpunkt gibt es dazu?
Wir eröffnen heuer unsere „Lebenswelt Wasser“ – der genaue Termin ist noch ausständig und wird demnächst nachgereicht. Freuen können sich die Besucher schon jetzt darauf: In dieser „Lebenswelt“ wollen wir den Menschen die Bedeutung des „Lebensmittels“ Wasser auf anschauliche und spielerische Weise näherbringen. Die Besucher werden auf eine fantastische Reise geschickt, in der für sie eine neue sinnliche Beziehung zum Element Wasser erlebbar wird und sie schließlich Wasser als Teil des eigenen Selbst begreifen werden.
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