15.09.2016, 12:56 Uhr

Parkpickerl in Döbling: Umfrage kommt voraussichtlich im November

Vor allem im Döblinger Cottage nahe an der Grenze zu Währing stehen die Autos seit Anfang September besonders dicht an dicht.

Bei einer Sitzung am 14. September hat sich die Döblinger Verkehrskommission auf ein Vorziehen geeinigt.

DÖBLING. Ignorieren geht schon lange nicht mehr. Döbling ist langsam eingekreist von lauter Parkpickerl-Bezirken. Zuletzt stieg der Parkdruck aus Währing, wo die Parkraumbewirtschaftung seit September gilt. Das Tempo muss nun angezogen werden: Ursprünglich wollte die Bezirksvorstehung die Döblinger Anfang 2017 darüber befragen, ob im 19. Bezirk auch ein Pickerl kommen soll. Bei einer Sitzung der Verkehrskommission wurde nun mehrheitlich entschieden, den Termin vorzuverlegen.

"Der Antrag für die Umfrage wird Ende September gestellt", sagt der Leiter der Verkehrskommission, Daniel Resch (ÖVP). Stimmt die Bezirksvertretung zu, muss die Umfrage noch vorbereitet werden. Resch rechnet mit einem Termin noch im November. Egal, wie die Döblinger sich entscheiden, das Ergebnis sei verbindlich, sagt Resch. Was für ihn klar ist: Die Parkraumbewirtschaftung macht nur flächendeckend Sinn. "Wir können nicht sagen, wir führen sie nur im Cottage ein, dann stehen die Autos unmittelbar hinter der Grenze. Damit verschiebt man ja das Problem nur."

SPÖ fordert sofortiges Parkpickerl

Kritik am Ergebnis der Sitzung kommt von SPÖ und Grünen. "Parkraumbewirtschaftung jetzt und sofort! Die Einführung ist längst überfällig, es gilt hier keine Zeit zu verlieren", sagt Bezirksvize Anton Mandl (SPÖ). Er meint, die tatsächliche Entscheidung sei unnötig weiter vertagt worden. Er spricht mittlerweile überhaupt von "Kasperltheater" und warnt: "So wie die Dinge liegen, könnte das ganze Ringelspiel in der Bezirksvertretungssitzung Ende September von vorne losgehen."

Der Grund: Verläuft die Abstimmung in der nächsten Sitzung nicht positiv, heißt es bis zum nächsten Termin wieder: Hände falten. Der nächste Antrag kann regulär dann erst am 15. Dezember eingebracht werden und die Umfrage würde erst wieder auf den Beginn des neuen Jahres verschoben werden. Noch ein strittiger Punkt: Der Döblinger FP-Klubchef Michael Eischer wünscht sich, dass auch Alternativen wie das kostenlose Anrainerparken abgefragt werden – also Varianten, die rechtlich im Moment gar nicht möglich sind. Dagegen sind SPÖ und Grüne. Bei der Formulierung des Textes in der Verkehrskommission werden die Wogen also noch einmal hochgehen.

Weitere Artikel zum Parkpickel finden Sie auf www.meinbezirk.at/parkpickerl
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