24.08.2016, 05:01 Uhr

Radwege im 19. Bezirk: Jetzt wird geplant

Abenteuer für Radler: Abbiegen von der Krottenbachstraße auf die Cottagegasse. (Foto: Bazalka)

Bezirksvize Daniel Resch arbeitet an einem Konzept mit Lösungen für Verkehrsknotenpunkte.

DÖBLING. "Gut war’s", sind sich beide Gesprächspartner nach dem ersten Treffen zum Thema "Radfahren in Döbling" einig. Peter Kühnberger von der Radinitiative Döbling ist schon lange Jahre damit beschäftigt, die Radinfrastruktur in Döbling zu verbessern. "So konkret wie jetzt war es, meiner Meinung nach, noch nie", sagt er. "Aus dem Bezirk spüre ich den Willen, dass jetzt etwas gemacht werden muss."
Diesen Willen hat er nicht immer gespürt: Der politische Wille zu mehr Radwegen habe lange gefehlt, weshalb das Radfahren in Döbling auch schwierig sei. "Wir brauchen durchgängige Radverbindungen, ein Gesamtkonzept und kein Stückwerk", sagt Kühnberger. Daran arbeitet nun Bezirksvize Daniel Resch (ÖVP): "Ich möchte dieses Thema auf jeden Fall weiterverfolgen", sagt er. Dass es um Döbling so schlecht stehe, bestreitet er indes: "Wir sind eben nicht der 7. Bezirk, wir haben eine ganz andere Topographie. Das kann man nicht vergleichen."

Der erste Punkt auf seiner Liste ist die Peter-Jordan-Straße. Eine Radverbindung dort ist schon seit Langem gefordert – damit Studierende gut mit dem Rad zur dort ansässigen Universität für Bodenkultur kommen und allgemein als Strecke vom Stadtrand Richtung Zentrum. Das Konzept, das Resch dabei verfolgt, ist bereits älter: Bergab soll auf der Fahrbahn ein Streifen für Radfahrer kommen, bergauf, auf der rechten Seite, soll ein Radweg am Gehsteig markiert werden. "Außerdem werde ich mit einem kleinen Team weitere Verbindungspunkte ansehen und versuchen, Lösungen zu erarbeiten", sagt Resch.

Radwege für die Hauptverbindungen

Lösungen wünscht sich Peter Kühnberger vor allem für weitere Hauptverbindungen: "Auf der unteren Krottenbachstraße fehlt ein Radweg, auch auf Teilen der Billrothstraße." Seine Wunschliste ist lang – dass gleich mehrere Punkte auf einmal abgearbeitet werden, wäre aus seiner Sicht für den Bezirk auch finanziell sinnvoll: "Da kann man sich, glaube ich, von der Stadt auch größere Unterstützung erwarten."

Vorgeschlagen und beschlossen werden Radwege zwar zunächst vom Bezirk, für die Errichtung von Radrouten des sogenannten "Hauptradverkehrsnetzes" bezahlt aber die Gemeinde. Dort werden zum Beispiel die Peter-Jordan-Straße und die Krottenbachstraße ausgewiesen. Für andere neue Radwege zahlt eigentlich der Bezirk, es kann aber darüber verhandelt werden, ob Mittel aus dem Gemeindebudget zugeschossen werden.

Hintergrund:

Bericht: Radwege Döblings als Sorgenkind Wiens
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