09.03.2016, 13:05 Uhr

3F Solar: Die Manufaktur für Sonnenkollektoren startet in der Seestadt durch

3F-Solar-Geschäftsführer Alexander Friedrich übersieht die Produktion in Aspern.

So genannte Hybridkollektoren liefern Stom und Warmwasser aus einem Guss.

Ein zufälliges Nebenprodukt sticht sofort ins Auge: Ein großer Holztisch, in dessen Platte eine der 1,6 Quadratmeter großen Solarpaneele eingearbeitet wurde. Über die verbauten USB- oder 220V-Buchsen kann sofort Strom gezogen werden. "Ein Tisch, der sich armortisiert", sagt Geschäftsführer Alexander Friedrich. Gebaut wird er nun auf Bestellung. Lieferzeit: rund vier Wochen.

Die eigentliche Innovation von 3F-Solar sind jedoch Hybridkollektoren, die gleichzeitig Strom und Warmwasser liefern. Je 1,6 Quadratmeter groß, mit 15 Meter Kupferrohren ausgestattet, wärmegedämmt und mit einer Sonnenkollektorfläche versehen. Eine Einheit liefert 265 Watt elektrische und 825 Watt thermische Energie. "Um ein Einfamilienhaus sowohl mit Strom als auch Warmwasser zu versorgen, braucht es 6–12 Stück der Kollektoren", sagt Friedrich. Rund drei Arbeitsstunden brauche es für die Herstellung eines Kollektors. Derzeit werden fünf am Tag gefertigt. In Wien sind bereits rund 250 Quadratmeter der Kollektoren im Einsatz.

Förderungen der Stadt Wien

Für Häuselbauer, aber auch für jeden mehrgeschossigen Wohnbau oder Geschäftsräume interessant: Die Stadt Wien vergibt eine Förderung speziell für Hybridkollektoren. "Durch unsere Kollektoren ist es im urbanen Bereich keine Entweder-Oder-Entscheidung mehr", so Friedrich, der die Firma seit 2012 betreibt.
"Angefangen hat alles in einer Garage im 18. Bezirk. Im September 2014 sind wir ins Aspern IQ in eine größere Produktionsstätte übersiedelt", sagt Friedrich. Hier will man von der Manfukatur zum Industriebetrieb werden.
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