28.06.2016, 11:44 Uhr

Aspern: Neue Bahnstationen für die Donaustadt

So soll die Haltestelle Hirschstetten nach der Modernisierung Ende 2018 aussehen. Die Hauptarbeiten des ÖBB-Projektes starten im Mai 2017. (Foto: Zechner & Zechner ZT GmbH)

Im Zuge des Ausbaus der Eisenbahnstrecke Stadlau – Marchegg wird die Station Hirschstetten attraktiviert und die Station Aspern neu geschaffen.

DONAUSTADT. Nach der Hiobsbotschaft, dass nach dem Aus für die S80-Haltestalle Lobau Ende 2014 in drei Jahren auch die Hausfeldstraße aufgelassen werden soll, haben die ÖBB endlich gute Nachrichten für alle Donaustädter. Schon 2016 beginnen die Vorarbeiten zum zweigleisigen Ausbau ab der Station Erzherzog-Karl-Straße in Richtung Marchegg. Dadurch kann, laut ÖBB Infrastruktur, die Streckengeschwindigkeit auf 160 km/h angehoben werden. Die positiven Effekte seien neben einer Verkürzung der Fahrzeit im Fernverkehr (nach Marchegg führt die Strecke weiter nach Bratislava) auch eine mögliche Taktverdichtung für Pendler.

Neue Öffi-Knotenpunkte

Bis Dezember 2018 soll der Streckenabschnitt bis Aspern fertiggestellt sein und in Betrieb gehen. Die Haltestelle Aspern soll dann eine Verbindung zur U-Bahn bieten, so wie es heute schon die Station Stadlau tut – diese zwei Schnittstellen sind auch das Argument der ÖBB für die Stilllegung der Hausfeldstraße, wo es ebenfalls eine U2-Station gibt.

Daneben ist die wohl größte Veränderung der Umbau der Station Hirschstetten. Hier fällt der Schranken der Eisenbahnkreuzungen Contiweg und Hirschstettnerstraße weg, stattdessen wird es eine Unterführung für Autos und Fußgänger geben. Außerdem wird die Station von beiden Seiten unterirdisch zugänglich sein. Während der gesamten Bauarbeiten bleibt durch Ausweichgleise der Betrieb aufrecht, lediglich ein Zug pro Stunde wird in Hirschstetten ausfallen.

Bürgerinitiative begrüßt Ausbau

Auch Heinz Mutzek vom BürgerInnen Netzwerk Verkehrsregion Wien – Niederösterreich – Nordost (BNWN) sieht das Projekt grundsätzlich positiv, wünscht sich aber eine raschere Umsetzung. Einzig die Aufgabe der Hausfeldstraße ist ihm ein Dorn im Auge: "Man nimmt den Anrainern hier einen gewohnten Anknüpfungspunkt für den Stadtverkehr weg, das ist kontraproduktiv und sozial unverantwortlich." Bei der Vorstellung der Pläne im BG BRG Contiweg wurden vom BNWN 700 Unterschriften zur Unterstützung der Mobilitätsinitiative an die ÖBB übergeben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.