14.04.2016, 13:10 Uhr

Österreichische Eismeisterschafen: Bestes Vanilleeis von Bortolotti

Andächtig leert Luca Perrella die flüssige Grundmasse für sein Zitroneneis in die Maschine. In fünf bis sechs Minuten ergibt das eine erfrischende Köstlichkeit.

Viel Eis, viel Zucker, viel zum Schlecken: Das Donau Zentrum war heute der Eis-Hot-Spot Österreichs. Die Gelateria Paolo Bartolotti holte bei Vanilleeis den ersten Platz.

DONAUSTADT. Wenn zwischen Winterdepression und Aprilwetter nicht so richtig Stimmung aufkommen will, hilft nur eines: die Vorfreude auf den Sommer. Und was symbolisiert die warme Jahreszeit besser, als ein Stanitzerl mit kühlem Eis. Am Donnerstag war es im gut klimatisierten Donaustädter Donau Zentrum noch eine Spur cooler, denn 21 Bewerber aus fünf Bundesländern kämpften um den Titel des Österreichischen Eismeisters in den Kategorien Zitrone und Vanille.

In drei Vorrunden wurde durch eine freiwillige Besucherjury des Donau Zentrums die Finalisten bestimmt. In der Endrunde übernimmt diese Aufgabe eine professionelle Jury, bestehend aus der Bloggerin und Schauspielerin Jeanine Mik, Presse-Redakteurin Mirjam Marits, Seitenblicke Chefredakteurin Daniela Schimke, der italienischen Journalistin Mila Cataldo und Family-Entertainer Robert Steiner.

Die Sieger

Beim Vanilleeis geht der erste Platz an die Gelateria Paolo Bortolotti, Platz zwei machte das Eiscafé Isola und Platz drei ging an Dolce Vita. Bei der Sorte Zitrone konnte Leonardelli la Gelateria den ersten Platz für sich entscheiden, während das Floridsdorfer Eiscafé Steiner den zweiten Platz belegte, gleich vor der Gelateria Tradizionale Gamba auf Platz drei.

Von der Suppe zum Eis

Am Donnerstag wummertem übertags die Eismaschinen, um das Eis für die Bewertung herzustellen. Bei den Maschinen wird oben die eigentlich gar nicht so appetitlich aussehende Grundmasse für die Eisproduktion eingeleert, in nur fünf bis sechs Minuten wird daraus aber köstlich cremiges Eis. Mit geschickten Händen wird es dann in die vorbereiteten Wannen gedrückt, die Konsistenz ist dabei von äußerster Wichtigkeit.

Wolfgang Steininger von Stoelner, die die Eismaschinen zur Verfügung gestellt haben, erklärt: "Je mehr Zucker in der Masse ist, desto kälter muss es sein; bei fetthaltigeren Sorten ist eine höhere Temperatur angezeigt." Je länger das Eis in spe in der Maschine ist, desto kälter und fester wird es auch. Die Chefs der Eissalons nehmen immer wieder mit einem kleinen Löffel Kostproben, um genau im richtigen Moment das Eis in die Wannen zu entlassen.

"Kleine Brücke" als Platzhirsch

Der Lokalmatador Ponticello gupft seit 1986 sein Eis auf der Brücke im Donau Zentrum, daher auch der Name, der auf Deutsch so viel wie "kleine Brücke" bedeutet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts produziert die Familie Ejupi schon Speiseeis, auch durch den Wurstelprater fuhren sie damals mit ihrem Eiswagen. Zitroneneis hätten sie eigentlich gar nicht mehr im Sortiment, so Seniorchefin Emine Ejupi, man habe vor fünf Jahren auf Limette umgestellt und nun auf ein altes Rezept zurückgegriffen. Doch die Erwartungen liegen hoch, schließlich hat man bei den letzten Österreichischen Eismeisterschaften vor zwei Jahren den ersten Platz in der Kategorie Haselnuss geholt.

Luca Perrella vom gleichnamigen Eissalon am Dr. Karl Lueger Platz ist heuer zum ersten Mal dabei. Im Winter serviert er seine Kreationen am Gardasee, im Sommer im Herzen Wiens. Das Besondere an seinem Zitroneneis: Seit 16 Jahren kommen die Rohstoffe von demselben Zitrusfrüchtebauern in Sorrento.
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