11.04.2016, 12:14 Uhr

Jugend über die Zukunft

Vor den "Big Pictures": Die Verantwortlichen im Eferdinger Schloss Starhemberg.
Eferding: Schloss Starhemberg |

Beim Projekt "Big Pictures" haben sich Dachsberger Schüler mit unserer Zukunft auseinandergesetzt.

EFERDING (raa). Der im Herbst 2014 gegründete Campus Eferding gilt als Denkwerkstatt namhafter Persönlichkeiten aus der Region. Gemeinsam mit den sechsten Klassen des Gymnasiums Dachsberg hat man das Projekt "Big Pictures" ins Leben gerufen. In dem Projekt setzten sich die Jugendlichen einen Monat lang mit Zukunftsthemen der Region auseinander und unterbreiteten ihre Überlegungen im Schloss Starhemberg.
Präsentiert wurden zwölf große Bilder – jedes stellvertretend für ein Thema, das den Schülern unter den Nägeln brennt.
Viele Gedanken machten sich die Jugendlichen über die Kirche, die aktuelle Schulpolitik, Politik im Allgemeinen und über den Umweltschutz. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln bemängelten die Sechstklässler die schlechte Verbindung der Bahn zwischen Eferding und Grieskirchen. Bis zu zweieinhalb Stunden waren die Schüler für die vergleichsweise kurze Strecke unterwegs. Ein Zustand, der für sie nicht tragbar ist. Nach Grieskirchen wollen viele, da vor allem auch die Freizeitmöglichkeiten in Eferding für Jugendliche eher begrenzt sind. Dazu interviewten die Schüler auch Bürgermeister Severin Mair. "Ich will mit umliegenden Gemeinden zusammenarbeiten und gemeinsam Konzepte entwickeln, um wieder mehr Abendunterhaltung und andere Freizeitangebote einzurichten", so der junge Bürgermeister. Weitere Themen für die Schüler sind die Gefahr des Rechtsrucks in der Republik, die Integration von Flüchtlingen und damit verbunden der Wunsch, zwischen den Kulturen Brücken zu bauen. Schulleiter Ferdinand Karer lobte das Engagement der Schüler: "Hier wird präsentiert, was Schule sein sollte – Lernen, am praktischen Leben orientiert." Der Vorsitzende des Campus Eferding, Georg Adam Starhemberg, sieht die Jugend auf einem guten Weg. "Mit ist um die Zukunft der Jugend nicht bange. Bange ist mir, ob wir, die Gesättigten, die Bequemen, die jungen Menschen auch unterstützen können."
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