29.03.2016, 11:52 Uhr

Grillen mit Gas oder Kohle

(Foto: Cincelli)

Bei der Frage nach dem richtigen Heizmittel scheiden sich die „Grill-Geister“

Für traditionsbewusse Hüter des Feuers stellt sich diese Frage erst garnicht. Tests in der Praxis lassen jedoch auch eingefleischte Kohle-Fans ins Wanken geraten.
Denn verschiedene Blindverkostungen offenbaren: Unterschiede im Geschmack gibt es keine. Steht man nun vor der Wahl zwischen Gas und Kohle, sollte man über Stärken und Schwächen der beiden Systeme Bescheid wissen.

Typisches Aroma

Mit den oft erwünschten delikaten Raucharomen im Steak können sowohl Holzkohle- als auch Gasgriller liefern – wenn sie richtig benutzt werden. Viel wichtiger als die Herkunft der Hitze ist nämlich ohnehin ihre bloße Anwesenheit. Der Rost sollte sehr heiß sein, bevor das Fleisch darauf gelegt wird. Denn dadurch schließen sich die Poren sofort und der Saft bleibt im Fleisch.
Bei der genauen Steuerung der Temperatur hat hier sicher der Gasgriller die besseren Karten. Außerdem wichtig: breite Stege. Denn diese sorgen nicht nur für die prägnante Grillmarkierung, sondern auch für Karamelisierung der Fleischoberfläche. Dadurch werden die fürs Grillen typischen Röstaromen freigesetzt.

Temperatursteuerung

Für den Kugelgrill spricht, dass beim indirekten Grillen die Raucharomen durch die Kohle deutlicher werden. Bei Gasgrillern wird dies durch Flavorizer-Bars ausgeglichen. Auf diesen verdampft das abtropfende Fett und sorgt für das typische Aroma. Für Gas spricht auch die konstante, genaue und vor allem einfache Temperaturregelung. Dafür schwören viele Holzkohle-Profis wieder auf die besonders trockene Hitze.

Schneller am Teller

Größter Vorteil des Gasgrillers ist die „Geschwindigkeit. Aufdrehen, Zündtaste drücken, Temperatur regulieren und nur mehr auf die richtige Temperatur des Rostes warten.
Dass hier das rituelle und langwierige Vorglühen der Kohle entfällt ist für die einen alles andere als ein Nachteil, für andere jedoch eine Qual. Denn auch die Vorbereitung der Grillers ist ein Ritual, das mancheiner keinesfalls missen möchte.

Preis

Für den Kohlegriller spricht jedenfalls die Verfügbarkeit. Grillbriketts sind während der Saison mehr oder weniger überall erhältlich. Dafür grillt der Durchschnittsösterreicher mit einer fünf Kilo-Gasflasche eine volle Saison. Preislich hat jedenfalls der Kohlegrill im Vergleich zum Gas ganz klar die Nase vorne.
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