27.09.2016, 08:06 Uhr

Rauchfangkehrer: Ein Symbol des Glücks

(Foto: Wiesner)
„Willst ein Schweinderl, ein Kleeblatt oder einen Rauchfangkehrer?“ – beinahe jeder hat diese Frage zu Silvester schon mal beantworten dürfen.
Schweine gelten seit Jahrtausenden als Symbol der Stärke und des Wohlstands. Bei uns sind sie seit dem Mittelalter Glücksbringer. Damals war es üblich, dass bei Wettbewerben der Letztplatzierte ein Ferkel ergaterte – dies brachte neben Hohn und Spott auch einen vollen Magen.
Beim Klee ist es noch einfacher: der dreiblättrige ist alltäglich. Findet man einen vierblättrigen Klee, hat man Glück gehabt.

Heilsbringer

Aber warum sind die kleinen Rauchfangkehrer-Figuren aus Porzellan und Marzipan zu Silvester so begehrt?
Dass Rauchfangkehrer bis heute als Glücksbringer gelten, hat ebenfalls einen ganz einfachen Grund. Früher war es eine Katastrophe, wenn ein Kamin verstopft war oder schlecht zog. Dann konnte das Essen nicht gekocht werden, im Inneren wurde es nicht warm, Rauchgasvergiftungen waren keine Seltenheit und auch vor so manch drohendem Brand bewahrte der Rauchfangkehrer.

Symbol für Glück

Genau deswegen war der Besuch des Rauchfangkehrers besonders wichtig. Denn mit der Reinigung des Kamis zog gleichzeitig auch wieder Gemütlichkeit ins Haus ein. Dies machte den Rauchfangkehrer zu einem gern gesehenen Gast – und über die Jahrhunderte gar zu einem Symbol für das Glück.

Hauptaufgaben

Obwohl sich das Berufsbild des Rauchfangkehrers in den Jahren mit fortschrittlicher Technik der Heizungsanlagen gewandelt hat, sind einige Dinge doch gleich geblieben. Das Kehren von Kaminen und die Reinigung der Feuerstätten zählen nach wie vor zu den wichtigsten Aufgaben der Rauchfangkehrer – und auch Glückssymbol ist diese Berufssparte bis heute geblieben.
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