01.06.2016, 13:30 Uhr

Ein klares Bekenntnis zur Innenstadt

Roland Murauer und Sandra Schwarz von CIMA Austria, Christian Janisch, Ulrike Pruggnaller-Altdorfer, Bürgermeister Thomas Steiner, Yasmin Dragschitz, Eva-Maria Klawatsch und Günter Buchinger.
Eisenstadt: Innenstadt |

Aufbauend auf den Stadtentwicklungsplan „Eisenstadt 2030“ wird die Stadtgemeinde heuer neue Initiativen für die Innenstadt setzen. Gemeinsam mit der erfahrenen Beratungsfirma CIMA Austria werden konkrete Maßnahmen erarbeitet. Seitens der im Gemeinderat vertretenen Parteien haben sich ÖVP und Grüne entschieden, die Maßnahmen gemeinsam zu tragen. Natürlich werden aber alle anderen Parteien ebenfalls weiterhin über alle Schritte informiert und auch zur Mitarbeit eingeladen.


„Es wird großer Wert darauf gelegt, keine autonome Expertenarbeit im ‚stillen Kämmerlein‘ abzuhalten, sondern interaktiv mit den ansässigen Geschäftsleuten, Hausbesitzern und politischen und administrativen Entscheidungsträgern zu arbeiten“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner das grundlegende Konzept der Innenstadt-Maßnahmen. „Eisenstadt wird von allen Seiten eine hohe Lebensqualität bestätigt, die mit der Attraktivität des Ortsbildes – Stichwort Blumenschmuck und Sauberkeit – ein wichtiger Faktor für die Aufenthaltsatmosphäre einer Gemeinde sind. Trotz aller der positiven Faktoren dürfen wir uns nicht auf diesen Lorbeeren bzw. Zahlen ausruhen. Wir müssen in die Zukunft blicken und laufend am Standort Eisenstadt arbeiten.“

„Es ist nicht Aufgabe, theoretisch-abstrakte Studien zu erstellen, sondern ein realistisch umsetzbares, mittel- bis langfristig ausgerichtetes sowie den individuellen örtlichen Strukturen bestmöglich angepasstes Modell auszuarbeiten“, stellt Mag. Roland Murauer von CIMA Austria klar.

Grüne-Klubobfrau Mag. Yasmin Dragschitz ergänzt: „Ich finde es gut, dass sich jetzt eine externe Firma dieses Themas, das bei allen politischen Parteien in Eisenstadt schon seit längerem auf der Tagesordnung steht, annimmt. Das bedeutet frischen Wind von außen, der festgefahrene Strukturen hinterfragt und alte und neue Akteure auf unterschiedliche Art und Weise anspricht und an einen Tisch holt. Die Eisenstädter Innenstadt hat viel Potential, dass noch nicht ausgeschöpft ist. Den Grünen Eisenstadt ist es wichtig, dass auch die Eisenstädter Gewerbetreibenden und HausbesitzerInnen hinter diesem Projekt stehen. Denn wenn alle an einem Strang ziehen, dann können wir die Lebensqualität im Herzen der Stadt nachhaltig sichern.“
„Für den Tourismus ist eine attraktive Innenstadt enorm von Bedeutung. Auch die Besucher und Gäste unserer schönen Landeshauptstadt, die Kultur und Kulinarik genießen möchten, verweilen gerne in einer charmanten, lebendigen Umgebung mit guter Infrastruktur“, erklärt Eva-Maria Klawatsch seitens Eisenstadt Tourismus.

„Wir vom Stadtmarketing freuen uns, dass seitens der Stadtgemeinde diese Initiative für die Weiterentwicklung unserer schönen Innenstadt gesetzt wird. Die Einbindung von professionellen Beratern, dem Stadtmarketing sowie allen Betroffen zeigt, dass man die Sache sehr ernst nimmt und wir werden von unserer Seite alles daran setzen, dass dieses Projekt ein voller Erfolg wird“, ist Stadtmarketing-Präsidentin Ulrike Pruggnaller-Altdorfer überzeugt.

„Wir freuen uns über die Initiative der Stadtgemeinde zur Belebung der Innenstadt, die wir voll unterstützen“, erklärt Christian Janisch, seines Zeichens stellvertretender Direktor der Esterhazy Immobilien und führt weiter aus: „Wir haben bereits mit der Entwicklung des Schlossquartiers in Eisenstadt einen wichtigen Schritt in die selbe Richtung gesetzt. Das Schloss Esterházy mit rund 193.000 Besuchern im Jahr ist gemeinsam mit den vielfältigen Angeboten im Schlossquartier heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische wie für Touristen. Durch die Verknüpfung kultureller, touristischer, gastronomischer und gewerblicher Einrichtungen rund um Schloss Esterházy entstand in den vergangenen Jahren ein hochattraktives Gesamtbild. Das Schlossquartier ist ein wirtschaftlicher Impulsgeber sowohl für die Stadt Eisenstadt als auch für die Region und mit über 250 Veranstaltungen im Jahr ein repräsentativer Empfangs-, Kultur- und Veranstaltungsort.“

KR Günter Buchinger, Geschäftsführer der IVB-Immobilienvermarktung erklärt, „dass wir als Eigentümer diverser Liegenschaften in der Eisenstädter Innenstadt das Projekt Innenstadtentwicklung sehr begrüßen und mit voller Tatkraft unterstützen werden. Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass die wunderschöne Fußgängerzone mit positiven Impulsen noch attraktiver und belebter gestaltet werden kann.“

Konzept fußt auf vier Bausteinen

Das Konzept für die Eisenstädter Innenstadt fußt auf den vier Bausteinen: „Eisenstädter Pakt für die Innenstadt“, „Immobilienmasterplan“, „Professionalisierung Stadt- und Standortmarketing“ sowie „City fit Maßnahmenpaket“. Der Bearbeitungszeitraum wird rund acht Monate betragen.

Pakt für die Innenstadt
Die gesamte Innenstadtentwicklung wird durch eine umfassende PR-Kampagne begleitet. Dabei wird u.a. ein „Schulterschluss“ aller politischer Akteure, Innenstadtgeschäftsleute und Hausbesitzer angestrebt. Gemeinsam sollen sich alle von Anfang an zu einer nachhaltigen Stadtkernbelebung bekennen.

Immobilienmasterplan
Dabei geht es darum interessante Immobilienpotenziale in der Innenstadt zu identifizieren, welche einer attraktiven Nutzung zugeführt werden können. Interessierten Innenstadt-Hausbesitzern wird eine aktive Hilfestellung und Beratung zur verbesserten Nutzung ihrer Objekte angeboten. Weiters erfolgt eine Ausarbeitung von konkreten Vorschlägen zur Verdichtung des Branchenmixes, die Darstellung möglicher Immobilienleitprojekte und die Initiierung von konkreten Standortmarketingmaßnahmen.

Professionalisierung Stadt- und Standortmarketing
Nach einer Evaluierung der bisherigen Arbeit im Stadt-, Standort- und Tourismusmarketing soll ein neues Eisenstadt-spezifisches Feinkonzept für ein professionalisiertes Stadtmarketing erarbeitet werden. Das Ziel ist eine inhaltliche Weiterentwicklung und die Schaffung von Synergien durch eine enge Zusammenarbeit in den Tätigkeitsfeldern. Die CIMA wird nach Abschluss der Tätigkeiten noch ein Jahr für Coaching und Betreuung zur Verfügung stehen.

City fit Maßnahmen
Der vierte Baustein beinhaltet die Entwicklung von kurz- und mittelfristigen operativen Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen für die Innenstadt. Die Erarbeitung soll in enger Abstimmung mit den lokalen Wirtschafts- und Stadtmarketingvereinen geschehen.

Zielsetzung der neuen Maßnahmen ist die nachhaltige Steigerung der Frequenzen in der Innenstadt durch wirtschaftliche Verdichtung. Die Innenstadt ist im Wettbewerb der Standorte nach wie vor gut aufgestellt. Es werden aus einer Position der soliden Stärke heraus konkrete und vor allem praxiserprobte Maßnahmen eingeleitet, um den Standort auch mittelfristig weiter zu stärken. Ein breiter Kreis der betroffenen Akteure (Hausbesitzer und Geschäftsleute) soll auch zielgerichtet in die Erarbeitung und Umsetzung eingebunden werden.

Zeitplan

Im Mai fanden die Einzelgespräche der Firma CIMA mit den Eisenstädter Entscheidungsträgern statt und auch die Immobilienerhebung wurde bereits gestartet. Im Juni wird die Evaluierung der bisherigen Stadtmarketingarbeit stattfinden und die Unternehmer-Workshops zur Erarbeitung der Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen abgehalten.

Von Juli bis September erfolgt u.a. die Erarbeitung des Eisenstadt-spezifischen Stadtmarketingorganisationskonzeptes und das Maßnahmenhandbuch für die „City fit“-Aktivitäten.

Bis zum Jahresende wird dann der Immobilienmasterplan erstellt und mit der Umsetzung der neuen Stadtmarkting-Konzeption begonnen.

Grundlegende Fakten

Eisenstadt ist eine Stadt mit einer starken Bevölkerungsentwicklung (+ 21 % seit 2001) und einer hohen Anzahl an Beschäftigten 16.433 (Stand: 2013 /+ 21 % seit 2001). Im Ranking des Kaufkraftindex (122,3 % / Person - vergl. Bundesland Burgenland 90,6 %) liegt Eisenstadt im Vergleich mit allen Bezirken Österreichs an der fünften Stelle. Ganz besonders wichtig ist die Eigenbindung in der Höhe von 90 % des Kaufkraft-Volumens, das bei vergleichbaren Gemeinden in Österreich (zw. 10.000 und 20.000 Einwohner) bei 71 % liegt. Und auch im Langzeitvergleich darf die Stadt bei Tourismus-Nächtigungen ein Plus verbuchen.
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