24.03.2016, 13:43 Uhr

Eisenstadt legt klares Bekenntnis zur Innenstadt ab

Eisenstadt: Landeshauptstadt |

Die Stadt Eisenstadt wird heuer – aufbauend auf den Stadtentwicklungsprozess „Eisenstadt 2030“ – neue Initiativen für die Innenstadt starten.

Eisenstadt ist eine Stadt mit einer starken Bevölkerungsentwicklung (+ 21 % seit 2001) und einer hohen Anzahl an Beschäftigten 16.433 (Stand: 2013 /+ 21 % seit 2001). Im Ranking des Kaufkraftindex (122,3 % / Person - vergl. Bundesland Burgenland 90,6 %) liegt Eisenstadt im Vergleich mit allen Bezirken Österreichs an der fünften Stelle. Ganz besonders wichtig ist die Eigenbindung in der Höhe von 90 % des Kaufkraft-Volumens, das bei vergleichbaren Gemeinden in Österreich (zw. 10.000 und 20.000 Einwohner) bei 71 % liegt. Und auch im Langzeitvergleich darf die Stadt bei Tourismus-Nächtigungen ein Plus verbuchen. (Quelle - CIMA Austria)

„Neben all diesen Faktoren wird uns von vielen Seiten eine hohe Lebensqualität bestätigt“, so Bürgermeister Mag. Thomas Steiner, „die mit der Attraktivität des Ortsbildes – Stichwort Blumenschmuck und Sauberkeit – ein wichtiger Faktor für die Aufenthaltsatmosphäre einer Gemeinde sind.“

„Trotz aller dieser positiven Faktoren dürfen wir uns nicht auf diese Lorbeeren bzw. Zahlen ausruhen. Wir müssen in die Zukunft blicken und laufend am Standort Eisenstadt arbeiten“, ist Bürgermeister Steiner davon überzeugt, dass gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern, aber auch Eigentümern der Innenstadtimmobilien Initiativen in die Innenstadt gesetzt werden müssen.

Aus diesem Grund holt die Landeshauptstadt externe Beratungspartner, nämlich CIMA Austria – Geschäftsführer Mag. Roland Murauer – ins Boot, der gemeinsam mit seinem interdisziplinären Team von ExpertInnen aus den Feldern Betriebswirtschaft, Raumplanung, Stadtarchitektur, Wirtschafts-geographie, Soziologie, Marktforschung, Tourismus, Werbung, etc. auf eine langjährige Erfahrung in der kommunalen und regionalen Beratung für Innenstadtentwicklung zurückgreifen kann.

Ausgehend von aktuellen Einflussfaktoren auf die Innenstadtentwicklung, Konsumtrends (Stichwort: Online-Handel) und Entwicklungsszenarien, mögliche immobilien-wirtschaftliche Impulsmaßnahmen und städtebauliche und infrastrukturelle Entwicklungen bzw. einer ersten Beurteilung und Einschätzung zum Handelsstandort Eisenstadt und Innenstadt werden mit CIMA Austria konkrete Leistungspakete bearbeitet.

Das Ziel wird die Beratung interessierter Hausbesitzer zur verbesserten Nutzung ihrer Objekte, die Ausarbeitung von konkreten Vorschlägen zur Verdichtung des Branchenmixes, sowie die Darstellung möglicher Immobilienleitprojekte zur Erhöhung der Frequenz sein. „Daraus abgeleitet werden ein aktives Standortmarketing, Vorschläge von Ergänzungen des Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbesatzes in der Innenstadt, u.v.a. mehr sein“, erläutert Bürgermeister Steiner die nächsten Schritte.

Außerdem soll eine fachliche Evaluierung einer professionellen Stadt-, Standort- und ggf. auch Tourismusmarketingstruktur in Eisenstadt erfolgen. Auf Basis dieser werden kurz- und mittelfristige operative Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen für die Innenstadt entwickelt.

Zielsetzung der neuen Maßnahmen ist die nachhaltige Steigerung der Frequenzen in der Innenstadt durch wirtschaftliche Verdichtung. Die Innenstadt ist im Wettbewerb der Standorte nach wie vor gut aufgestellt. Es werden aus einer Position der soliden Stärke heraus konkrete und vor allem praxiserprobte Maßnahmen eingeleitet um den Standort auch mittelfristig weiter zu stärken. Ein breiter Kreis der betroffenen Akteure (Hausbesitzer und Geschäftsleute) soll auch zielgerichtet in die Erarbeitung und Umsetzung eingebunden werden.

Aus einem geplanten Schulterschluss der Immobilieneigentümer, Innenstadt-geschäftsleuten und aller politischen Akteure wird nun jedoch nichts mehr. „Die SPÖ hat sich von der konstruktiven Zusammenarbeit leider verabschiedet und ist scheinbar schon in den Wahlkampf-Modus übergegangen“, bedauert Bürgermeister Steiner, der sich nicht davon abhalten lässt „für Eisenstadt, für die Bevölkerung und für die positive Entwicklung der Innenstadt zu arbeiten. In den Fragen der Stadtentwicklung haben wir immer alle Parteien informiert, eingebunden und so auch einen hervorragenden Stadtentwicklungsplan einstimmig beschlossen. Wir laden auch weiterhin alle Parteien zur konstruktiven Zusammenarbeit ein. Dass sich die SPÖ für das ‚dagegen sein‘, Schlechtreden und Nichtstun entscheidet ist zwar bedauerlich, bestärkt uns in unserem Ansinnen für Eisenstadt zu arbeiten und zu entscheiden umso mehr.“

Erste konkrete innenstadtrelavante Maßnahmen bereits in Umsetzung

Neben dem klaren Bekenntnis zur Entwicklung der Innenstadt sind aber auch die Erreichbarkeit, die Aufenthaltsqualität und attraktive Frequenzbringer zu forcieren. Dafür wurde im heurigen Gemeindebudget bereits Vorkehrung getroffen.

Derzeit wird die Umsetzung eines Parkleitsystems für alle größeren Parkplätze der Innenstadt geplant. Die Erreichbarkeit erhöhen, wird aber auch der Stadtbus, der im Dezember 2016 seinen Betrieb aufnimmt und sich dann drei Buslinien im Stadtzentrum kreuzen. Auch die fußläufige Erreichbarkeit des Zentrums soll weiter verbessert werden. Weiter für attraktive Aufenthaltsqualität werden der bekannt schöne Blumenschmuck und eine verstärkte Initiative in ein „sauberes Eisenstadt“ sorgen. Nicht zuletzt sollen mit Investitionen in den Wochenmarkt, einer neuen Weihnachtsbeleuchtung und die Veranstaltungen der Erlebnisfaktor und damit Frequenz in der Innenstadt erhöht werden.
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