29.08.2016, 15:43 Uhr

Jugendkulturtage in Eisenstadt: "Total faszinierend wie schnell die Kinder lernen"

Im Musik-Workshop bereitet Leiter Alex Meller (2.v.l.) die Teilnehmer auf das große Abschlusskonzert am 10. September vor.
EISENSTADT. Bereits zum fünften Mal veranstaltete die burgenländische Landeshauptstadt die „Eisenstädter Jugendkulturtage“. Gemeinsam mit Profis sammelten Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren in vier Workshops die unterschiedlichsten Erfahrungen in den Bereichen Musik, Design, Tanz und Fotografie – dieses Jahr zum Thema "Sauberes Eisenstadt". Die BEZIRKSBLÄTTER sahen sich das genauer an.

"Motivation ist sehr hoch"

2014 schloss der Eisenstädter Alex Meller seine musikalische Ausbildung als Student am Joseph Haydn Konservatorium im Fach E-Bass mit Auszeichnung ab. Bei den Jugendkulturtagen im E_Cube fungiert der Musiker bereits zum zweiten Mal als Leiter des Musik-Workshops: "Wir haben heuer sieben Teilnehmer, darunter auch drei Asylwerber", erzählt Meller. Diese seien beim fünf Tage andauernden Workshop mit vollem Elan dabei. "Die Motivation der Teilnehmer ist sehr hoch und es ist total faszinierend wie schnell die Kinder lernen, auch bei jenen, die vorher noch nichts mit Musik zu tun gehabt haben."

Trommeln auf Mülltonnen

Passend zum Thema "Sauberes Eisenstadt" bekamen die Teilnehmer leere Mülltonnen vom burgenländischen Müllverband zur Verfügung gestellt. "Auf diesen wärmen wir uns jeden Tag mit kleinen Rhytmusübungen auf", erklärt Meller. "Danach geht's zum Gruppenunterricht mit den einzelnen Instrumenten." Schließlich wird schon fleißig für das große Abschlusskonzert am 10. September geprobt.

"Aus Alt mach Neu"

Einen Raum weiter ist es ruhiger. Aber nicht, weil es langweiliger ist. Im Gegenteil. Denn im Kunst-Workshop des Künstlers Christian Ringbauer dreht sich alles um die Transformation „aus Alt mach Neu“. Die Teilnehmer stellen sich dabei der Aufgabe aus Abfall neue Kunstwerke zu schaffen. "Wir haben Müll gesammelt und daraus Skulpturen gebaut", erzählt eine Teilnehmerin. "Und wir haben Plakate zum Thema Umweltschutz gestaltet." Vom Workshop selbst sind die insgesamt 8 Teilnehmer, darunter ebenfalls zwei Asylwerber, mehr als begeistert: "Es gefällt uns sehr gut und wir werden nächstes Jahr sicher wieder dabei sein!"
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