07.09.2016, 08:21 Uhr

Neuerungen zum Schulbeginn: Volksschulen im Bezirk mit unterschiedlichen Lösungen

Sitzenbleiben kann in den ersten beiden Klassen der Volksschulen Trausdorf und Purbach niemand. Dort wird nämlich alternativ beurteilt. (Foto: Karin Zeiler)
BEZIRK. Am 5. September begann für 32.400 Burschen und Mädchen im Burgenland die Schule. Und das mit ein paar Änderungen: so kann jede Volksschule – in Abklärung mit den Eltern – ab sofort selbst entscheiden, ob sie auf eine verbale Beurteilung umsteigt oder beim alten Notensystem bleibt. Darüberhinaus können Pflichtschulen eine tägliche Sport- und Bewegungseinheit einführen oder eben nicht. Die BEZIRKSBLÄTTER fragten drei Volksschulen im Bezirk nach ihren Vorgehensweisen.

Pensenbuch seit drei Jahren

Im September 2013 feierte die Volksschule der Gemeinde Trausdorf ihren 100. Geburtstag. Seit jenem Jubiläum herrscht in der Bildungseinrichtung auch ein modernes Beurteilungssystem: "Wir verwenden bereits seit drei Jahren ein alternatives Beurteilungssystem", erklärt Schulleiter Manfred Vlasits. "In den ersten beiden Klassen wird ein Pensenbuch zur Beurteilung herangezogen, ab der dritten Klasse gibt es Noten." Die Neuerung, also der mögliche Umstieg auf eine verbale Beurteilung, ist für die Volksschule Trausdorf dementsprechend "nichts Neues". "Für uns ist sie lediglich eine Bestätigung für das, was wir bereits praktizieren und ich muss jetzt nicht mehr die Behörde um Erlaubnis fragen", so Vlasits.

Befürwortung in Purbach

Selbiges gilt für die Volksschule in der Stadtgemeinde Purbach: "Wir machen das in Absprechung mit den Eltern schon lange", erklärt Direktorin Susanne Kny. "Es ist also nichts Neues für uns und wir befürworten diese Art von Beurteilungen."
In der örtlichen Volksschule der Gemeinde Schützen steckt die alternative Beurteilungsmethode hingegen noch in den Kinderschuhen: "Wir müssen dafür zuerst noch die Eltern befragen", sagt Direktorin Sabine Szewald.

Nici Trimmel vor Ort

Was die tägliche Sport-und Bewegungseinheit anbelangt, werden in den drei Volksschulen unterschiedliche Lösungen forciert. "Wir haben bei uns keine tägliche Turnstunde, da wir schon seit Jahren Sport- und Bewegungseinheiten mit Nici Trimmel (Kickbox Weltmeisterin) anbieten", erzählt Vlasits von der Trausdorfer Alternative.

Bewegungscoach kommt

In Purbach sieht das anders aus: "Ja, wir machen bei der täglichen Turnstunde mit", sagt Kny. "Zu uns kommt regelmäßig ein Bewegungscoach, dadurch kommt jeder Schüler von uns auf seine tägliche Turnstunde. Das ist auf jeden Fall eine Bereicherung für unsere Volksschule."
Eine Bereicherung, auf die Volksschule der Gemeinde Schützen zugunsten anderer Lehrinhalte verzichtet. Szewald: "Bei uns wird es keine tägliche Turnstunde geben, da wir eine kleine Schule sind und die Stunden anderswertig benötigen."
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