12.05.2016, 15:17 Uhr

Postdogs: Harte Schale mit weichem Kern

Die postdogs: Andrej Bozic (Oslip), Wolfgang Hornung (Eisenstadt), Markus Schimetits und Aaron Gsellmann (Siegendorf) (Foto: Goran Malesevic)

Als eine von zwei Bands aus dem Bezirk qualifizierten sich die postdogs für das America is Waiting-Finale.

BEZIRKSBLÄTTER: Gratuliere zum „America is Waiting“Bandcontestfinale – was bedeutet das für eine junge Band wie euch?
POSTDOGS:
First of all – so jung sind wir gar nicht mehr (schmunzelt). Aber natürlich sind wir als Band bzw. Musiker noch relativ neu in der Szene ... Für uns bedeutet es, dass das, was wir tun, ankommt. Sowohl bei der Jury, als auch beim Publikum. Und das gefällt uns.

Das ist ja nicht euer erstes großes Finale – erzählt ein wenig über den Local Heroes-Bandwettbewerb!
Der Local Heroes nimmt schon eine etwas größere Form an, als der AIW. Was aber nicht bedeutet, dass der AIW qualitativ schlechter ist. Wohl eher im Gegenteil. Beim AIW geht es wirklich ums saubere Spielen und die Jury kennt hier keine Gnade. Beim local heroes darf – ja soll sogar – der Auftritt mehrere Ecken und Kanten beinhalten, und darin sind wir ganz besonders stark (lacht). Aber da hier doch Bands aus ganz Österreich aufeinandertreffen, rechnen wir als Underdogs keinesfalls mit einem Stockerlplatz. Aber immerhin haben wir die Möglichkeit am 28. Mai im Finale in der großen Halle in der Arena Wien zu spielen und wenn wir daran denken, welche Musiker schon auf dieser Bühne standen, stellt es uns jetzt schon etwas die Nackenhaare auf.

Bei euch ist das ja eigentlich recht schnell gegangen: Seit wann gibt's die Postdogs? Wann war euer erster Gig?
Die erste Jamsession fand Ende 2014 statt. Wobei wir hier – wie vermutlich die meisten Bands – mal nur Covers runterspielten. Als wir beschlossen, dass uns das Projekt postdogs gefiel, schrieben wir relativ zügig unsere ersten Songs. Und uns war klar, in welchem Genre wir Fuss fassen werden. Grunge.

Grunge – das ist vielen kein Begriff – könnt Ihr die Musikrichtung beschreiben?

Auf den Punkt gebracht: Die Musik der 90er. Wobei hier natürlich viel Raum offen ist. So dürfen wir schon mal etwas lauter werden, mal etwas ruhiger. Wir dürfen sowohl unsere harte Schale, als auch unseren weichen Kern präsentieren. Dabei findet man uns auf der Bühne genauso wieder, wie man uns auch auf der Straße sieht – mal gut gelaunt, mal grantig. Und uns ist mittlerweile aufgefallen, dass unsere "Zielgruppe" doch etwas älter ist. Der Grund dafür dürfte wohl sein, dass viele dieser Menschen sich in der Zeit zurückversetzt fühlen. Eine Zeit, in der der Kleiderschrank voll von Flanellhemden und zerrissenen Jeans war und in der es nicht um wahnsinnig gute Bühnenshows und perfekt gestimmte Gitarren ging (lacht).

Das Interview führte Hannes Gsellmann – lesen Sie nächste Woche über die zweite Finalband – Stendhal Syndrom aus Breitenbrunn.
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