24.08.2016, 11:30 Uhr

Römer und Sanitäter – St. Margarethener bei Passionsspielen im doppelten Einsatz

David Tscheinig ist Dienstführer-Stellvertreter der Rotkreuz-Bezirksstelle Eisenstadt und u.a. für die Gesundheit der Passionsspiel-Besucher verantwortlich. (Foto: ÖRK)

David Tscheinig aus St. Margarethen ist bei den heurigen Passionsspielen im Römersteinbruch St. Margarethen gleich in doppelter Weise im Einsatz: als Römer und als Sanitäter des Roten Kreuzes.

ST. MARGARETHEN. Es ist Tradition, dass bei den Passionsspielen in St. Margarethen Leute aus der Bevölkerung die einzelnen Charaktere verkörpern – so auch David Tscheinig aus St. Margarethen. Das ist aber nicht die einzige Betätigung des 23-Jährigen.

Für Sicherheit verantwortlich

Nebenbei sorgt er als Dienstführer-Stellvertreter der Rotkreuz-Bezirksstelle Eisenstadt und als Sanitäter auch für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher. „Meine Aufgabe liegt vor allem darin, die Dienste im Römersteinbruch mit Sanitätern zu besetzen“, erzählt Tscheinig. „Und manchmal bin ich auch selbst als Sanitäter vor Ort – natürlich nur, wenn ich nicht selbst auf der Bühne stehe.“

Brutale Rolle auf der Bühne

Bei jeder zweiten Vorstellung verkörpert David Tscheinig nämlich einen römischen Soldaten von Pontius Pilatus. „Auf der Bühne habe ich eine eher brutale Rolle, ich muss nämlich Jesus auspeitschen“, schmunzelt Tscheinig. „Hinter der Bühne mache ich genau das Gegenteil: Da helfe ich den Menschen, wenn jemand ein medizinisches Problem hat.“ Und das war bei den insgesamt 19 über die spektakuläre Naturbühne gegangenen Vorstellungen auch des öfteren notwendig: "Viele Besucher erlitten aufgrund der Hitze einen Kreislaufkollaps. Um die 100 Einsätze waren notwendig", berichtet der 23-Jährige.

Gesundheit für 250.000 Besucher

Die Sanitätsdienste bei den Passionsspielen sowie bei den Festspielen in Mörbisch und St. Margarethen stellen das Rote Kreuz jedes Jahr vor besondere Herausforderungen. So trägt der Rettungsdienst die Verantwortung für die Gesundheit von insgesamt rund 250.000 Zuschauern bei den drei Veranstaltungen. 2015 mussten rund 100 Versorgungen im Steinbruch St. Margarethen durchgeführt werden. In Mörbisch verzeichnete der Sanitätsdienst gar 150 Einsätze.
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