13.07.2016, 15:48 Uhr

Rust als Pilotgemeinde: Drohne zur Stareabwehr

In Rust startet ein Pilotprojekt zur Vertreibung der Vögel aus den Weingärten

RUST. Am 22. August wird die erste Drohne zur Stareabwehr abheben. Nach langer Vorlaufzeit wird Rust die erste Gemeinde sein, die dieses Projekt in Angriff nimmt.

Derzeitige Lösungen nicht optimal

Bisher wurden Stare aus den Weingärten mittels Schussanlagen oder Motorflugzeugen aus den Weingärten vertrieben. Durch die bemannten Flüge kamen sogar Menschen zu Tode, auch die Schreckschussanlagen sind keine optimale Lösung. „Ich war im Weingarten und dachte, ich bin im Kriegsgebiet. Das ist für Tourismus und die Lebensqualität der Einheimischen gleichermaßen keine gute Lösung“, so Agrar-LR Verena Dunst. „Außerdem funktioniert diese Methode schon seit 50 Jahren nicht vernünftig“, ist auch Rusts Weinbauobmann Manfred Widder mit dieser innovativen Lösung sehr zufrieden.

Wissenschaftliche Begleitung

Das Pilotprojekt in Rust wird sowohl aus ornithologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht wissenschaftlich durch die Uni Wien und die FH Eisenstadt betreut. „Dadurch erhalten wir hieb- und stichfeste Resultate“, freut sich Philip Knopf von Skyability, der mit seinem Siegendorfer Startup den Winzerfalken entwickelte.

Umweltfreundlich, ungefährlich

Ein Falke wird permanent in programmierten und ständig wechselbaren Flughöhen und -routen wie die Stare selbst von früh bis spät im Einsatz sein. Ausgestattet ist die Drohne mit einem Soundmodul mit Falkenschrei zur Vergrämung.
Das robuste System erhöht die Sicherheit, der Elektroantrieb ist gleichermaßen umweltfreundlich und für Stare ungefährlich.

„Wird für Furore sorgen“

Ermöglicht wurde dieses Pilotprojekt durch eine Änderung des Pflanzenschutzgesetzes sowie durch Förderungen des Landes, und Zuschüsse der Stadt Rust und des Weinbauvereins in der Gesamthöhe von 54.000 Euro. „Wir haben ein fertiges Projekt am Tisch – wenn das gelingt, wird Skyability österreichweit für Furore sorgen“, sieht Dunst optimistisch in die Zukunft.
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