29.09.2016, 10:22 Uhr

Vernissage in Steinbrunn: Kunst aus dem Gefängnis

Dr. Christian Kuhn (Direktor Soziale Gerichtshilfe Wien), Landeshauptmann Hans Niessl, Marina Stanek (Leiterin Integrative Ausbildung) und Nicolae Ionescu bewunderten die Kunstwerke aus dem Gefängnis. (Foto: LMS)
STEINBRUNN. Bei zwei internationalen Kunstwettbewerben für Gefangene, die von Wien aus organisiert wurden, haben sich mehr als 3000 Gefangene aus 60 Ländern aller fünf Kontinente beteiligt. Die von einer internationalen Jury ermittelten Sieger erhielten Geldpreise und Urkunden. Die Bilder befinden sich heute in internationalen Sammlungen, einige davon auch in Museen. Einige davon waren nun bei einer Veranstaltung am 27. September in Steinbrunn zu sehen, die von der internationalen katholischen Gefängnisseelsorgekommission in Zusammenarbeit mit der Sozialen Gerichtshilfe organisiert worden war.

"Bestandteil der Resozialisierung"

"Kunsttherapeutische Maßnahmen sind heute im Strafvollzug ein anerkannter und integrierter Bestandteil der Resozialisierung", erklärte Landeshauptmann Hans Niessl, der die Veranstaltung besuchte. Ein wichtiger Punkt sei dabei die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, um sich besser zu verstehen, Fehlverhalten zu erkennen und Wege zu finden, sich zu verändern sowie Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.

Gefühle ausdrücken

Darüber hinaus biete die Kunst den Menschen im Strafvollzug aber auch die Möglichkeit, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sich in den üblichen Gesprächssituationen zu öffnen und mitzuteilen. Auf dem Weg zurück in die Gesellschaft könne Kunst eine wichtige Hilfe sein. "Das ist unzweifelhaft und macht den Wert dieser Bilder hier aus“, betonte Niessl.
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