03.04.2016, 18:07 Uhr

„Hofer schafft es in die Stichwahl – und dann gibt es Neuwahlen“

Gut gelaunt im KUZ Eisenstadt: Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer

Offizieller Wahlkampfauftakt des FPÖ-Präsidenschaftskandidaten in Eisenstadt

EISENSTADT. Bevor am Sonntag Nachmittag der FPÖ-Landesparteitag im Kulturzentrum Eisenstadt über die Bühne ging, eröffnete der freiheitliche Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer seinen Wahlkampf.

„Der Islam ist kein Teil Österreichs“

Unterstützt wurde er von FPÖ-Bundesparteichef Heinz-Christian Strache, der in seiner 40-minütigen Rede Stimmung für seinen Kandidaten machte. „Norbert Hofer schafft es in die Stichwahl. Und sollten die Kandidaten von SPÖ und ÖVP nicht in die Stichwahl kommen, dann wäre das ein Misstrauensantrag gegen die Bundesregierung“, meinte Strache, der den Großteil seiner Rede der Flüchtlingsthematik widmete. „So kritisierte er die „undifferenzeierte Massenzuwanderungspolitik“ und stellte klar, dass für ihn „der Islam kein Teil Österreichs“ sei. Er hätte „es von Beginn an, wie der ungarische Ministerpräsident Orban gemacht.“
In Straches Rundumschlag wurden auch andere Politthemen gestreift. „Wir haben die höchste Steuerbelastung der 2. Republik und die höchste Arbeitslosigkeit und jetzt wollen sie auch noch das Bargeld abschaffen, damit sie Bürger vollständig unter Kontrolle haben.“

Hofer gegen die Homo-Ehe

Norbert Hofer zeigte sich in seiner Rede überzeugt, „dass sich in den nächsten Jahren alles ändern wird“ und hofft, „dass es bald nach der Bundespräsidentenwahl Neuwahlen geben wird. Das Thema Zuwanderung durfte natürlich auch nicht fehlen: „Ich will nicht, dass Österreich ein Land wird, wo die Mehrheit muslimisch ist.“ Außerdem bekräftigte Hofer seine Ablehnung gegen die Homo-Ehe und verteidigte seinen Lieblingsmaler Odin Wiesinger, den er mit Hermann Nitsch verglich. „Kunst kommt von Können. Und jemand mit Blut zu überschütten, ist keine Kunst. Aber Odin Wiesinger ist ein Künstler“, so Hofer.

Hofer: „Brauchen keinen grünen Austrofaschismus“

Seine Einschätzung für die Wahl. „Dr. Khol wird kein Gegner in der Stichwahl sein. Ich rechne mit Hundstorfer oder Van der Bellen.“ Zu Letzterem meint er: „Wir brauchen keinen grünen Austrofaschismus, deshalb müssen wir Van der Bellen verhindern.“
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