12.07.2016, 11:59 Uhr

Ja zur flexiblen Arbeitszeit: Arbeitnehmer und Betriebe müssen profitieren!

Ein klares „Ja zur flexiblen Arbeitszeit“ gibt es von Klubobmann Christian Sagartz und ÖAAB-Landesobmann Bernhard Hirczy. „Wenn sowohl Arbeitnehmer als auch Betriebe davon profitieren, stehen ÖAAB und ÖVP einem Mehr an Flexibilität sehr positiv gegenüber!“

„Der Wirtschaftsstandort Burgenland muss für Betriebe attraktiver werden. Denn eine starke Wirtschaft ist entscheidend für starke Regionen und für ein starkes Burgenland“, unterstreicht Christian Sagartz: „Nur eine starke Wirtschaft mit innovativen Betrieben bringt mehr Menschen in Beschäftigung.“

Für ÖAAB und ÖVP Burgenland ist auch der Zwölf-Stunden-Tag unter bestimmten Bedingungen vorstellbar: „Dies gilt nur unter der Voraussetzung, dass auch die Arbeitnehmer in Form einer kürzeren Arbeitswoche besser aussteigen. Wir sehen das als Teil der Sicherung des Standorts und der Beschäftigung in Österreich – denn Arbeit muss dann erledigt werden, wenn sie anfällt“, so der Klubobmann. „Das kann aber keine Einbahnstraße sein. Es muss auch für die Arbeitnehmer einen Vorteil bringen. Wenn Arbeitnehmer für mehr Tagesarbeitszeit einen Tag länger freibekommen, ist das durchaus attraktiv.“

„Daher ein klares Ja zur flexiblen Arbeitszeit – wenn Arbeiter, Angestellte und Betriebe etwas davon haben“, so Klubobmann Christian Sagartz.

Hirczy: Mehr Flexibilität für Arbeitnehmer ermöglichen


Der ÖAAB-Landesobmann schlägt ein Arbeitszeitmodell vor, das eine weitere Reduktion der Wochenarbeitszeit von der bereits möglichen Vier-Tage-Woche auf eine Dreieinhalb-Tage-Woche beinhaltet. „Ein Mitarbeiter würde an drei Tagen maximal zwölf Stunden und am Folgetag noch bis zu vier Stunden arbeiten. Dann hätten die Unternehmen zu Spitzenzeiten Mitarbeiter länger zur Verfügung.“ In jedem Betrieb müsse individuell geklärt werden, wer von Montag bis Mittwoch zwölf Stunden arbeitet und wer von Mittwoch bis Freitag. „Der Sonntag muss im Regelfall wie bisher arbeitsfrei sein!“, ist für Bernhard Hirczy klar.
„Wir wollen auch ein Zeitwertkonto endlich realisieren“, erinnert Hirczy an das von Bundes- und Landes-ÖAAB seit Langem propagierte Zeitwertkonto. Dabei werden Überstunden für Auszeiten angespart (etwa Karenz, Weiterbildung, frühere Pension).

Das ÖAAB-Modell des Zeitwertkontos bietet die Möglichkeit, bestimmte arbeitsrechtliche Ansprüche wie Überstunden oder Zulagen auf ein Konto zu transferieren. Dabei geht es im Wesentlichen um die Ansparung von Einkommens- und Zeitbestandteilen im Erwerbsverlauf, um damit später phasenweise Arbeitszeiten reduzieren zu können, ohne Einkommenseinbußen hinnehmen zu müssen. „Das Zeitwertkonto soll die persönliche Flexibilität von Arbeitnehmern heben und eine Selbstbestimmung über die Umverteilung der Lebensarbeitszeit ermöglichen. Das Guthaben kann für berufliche Auszeiten, für Kinderbetreuung, für Ausbildungen oder bei persönlichen Notlagen genützt werden“, erklärt Hirczy.

Mindestsicherung reformieren und bei 1.500 Euro deckeln


„Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist dringend zu reformieren“, betont ÖAAB-Landesobmann Bernhard Hirczy. Einerseits, um unser Sozialsystem langfristig zu stärken; andererseits, um Österreichs Attraktivität als Zielland für Flüchtlinge zu verringern. „ÖAAB und ÖVP auf Landes- und Bundesebene bleiben bei ihren Forderungen. Dazu zählt auch die Deckelung der Mindestsicherung auf 1.500 Euro im Familienverband.“

SPÖ-Minister Stöger scheitert seit Monaten an einer Reform der Mindestsicherung. Rückendeckung erhält er dabei leider von Kanzler Kern, der sich auch gegen eine Deckelung der Mindestsicherung wehrt. „Für uns ist klar: Eine Reform der Mindestsicherung ist notwendig, um das Sozialsystem langfristig zu sichern. Denn es ist jemandem, der 40 Stunden arbeiten geht und oft weniger als 1.000 Euro netto verdient, nicht zu erklären, dass mit der Mindestsicherung oft ein Vielfaches zu ‚verdienen‘ ist. Menschen, die Mindestsicherung beziehen, müssen auch öfter kontrolliert werden, damit das österreichische Sozialsystem nicht ausgenutzt wird. Das erwarten sich die arbeitenden Menschen – und das zu Recht – von der Politik!“
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