24.08.2016, 09:32 Uhr

„Sicherheitspartner“ in neun Gemeinden

Präsentation der Gemeindesicherheitskonzepts und des Dienstfahrzeugs, mit dem die Sicherheitspartner unterwegs sein werden: LH Hans Niessl, LHStv. Johann Tschürtz und Projektleiter Christian Spuller

Pilotprojekt startet: von der Schulwegsicherung bis zu Kontrollfahrten

NICKELSDORF (uch). Kittsee, Pama, Deutsch-Jahrndorf, Schattendorf, Loipersbach, Baumgarten, Rechnitz, Schandorf und Deutsch Schützen-Eisenberg sind die Pilotgemeinden, die für das Projekt „Sicherheitspartner“ ausgewählt wurden.
Dabei handelt es sich um einen Schwerpunkt des „Gemeindesicherheitskonzeptes“, das bereits mit der Alarmanlagenförderung gestartet wurde.

Dienstkleidung und Dienstfahrzeug

Die Aufgaben der Sicherheitspartner reichen von der Schulwegsicherung über Kontrollfahrten in den Gemeinden, sozialen Dienstleistungen wie das Tätigen von Einkäufen bis zum Melden von verdächtigen Wahrnehmungen an die Polizei. Das Personal wird eine schwarz-graue Dienstkleidung tragen und bekommt ein Elektroauto als Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt.

200 Interessenten für den Job als „Sicherheitspartner“

Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den Job als Sicherheitspartner. „Es gibt mehr als 200 Interessenten. Das ist sehr erfreulich“, sagte LHStv. Johann Tschürtz.
Mitte September beginnt für 25-30 Bewerber die 14-tägige Ausbildung in der Akademie Burgenland. Anfang Oktober werden die ersten Sicherheitspartner in den Gemeinden unterwegs sein.

500.000 Euro für das erste Jahr

Weitere Module des Gemeindesicherheitskonzeptes, dessen Kosten sich auf 500.000 Euro belaufen, umfassen die Nachbarschaftshilfe sowie die Sicherheitsberatung und Information durch die Polizei.
Die Pilotphase des Projekts Sicherheitspartner beläuft sich auf ein Jahr und wird wissenschaftlich von der Forschung Burgenland begleitet. „Mittelfristig ist auch ein flächendeckender Einsatz möglich“, meinte Tschürtz.

Niessl fordert bessere Infrastruktur für Grenzkontrollen

LH Hans Niessl nutzte die Präsentation des Gemeindesicherheitskonzeptes, um auf die allgemeine Sicherheitslage einzugehen. „Wir müssen uns auf einen längerfristigen Assistenzeinsatz und längerfristige Grenzkontrollen einstellen“, so Niessl, der außerdem den Ausbau der Infrastruktur für Polizei und Bundesheer forderte. „Wir brauchen Überdachungen und eine bessere Beleuchtung, weil im Dunkeln kann man keine Grenzkontrollen machen.“

Kommentar von Chefredakteur Christian Uchann
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Franz Polster aus Oberwart | 25.08.2016 | 22:08   Melden
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