Ihre Fotos haben somit einen Zeitstempel, einen nachweisbaren Bezug zu ihrer Kamera und daher ist auch der Fotograf und Erzeuger der jeweiligen Fotos ausforschbar. Sie müssen selbst bestimmten, wie viele Informationen Sie mit Ihren Fotos weitergeben und öffentlich bekannt machen. Viele Menschen, wissen gar nicht welche Daten bereits mit einem Bild verknüpft sind.
Die neueste Errungenschaft ist das GPS-Standortsignal, welches auf den Punkt genau den Ort der Aufnahme dokumentiert. Man kann somit den Ort der Aufnahme mit Softwareanwendungen wie Google Maps, Google Earth oder GPS-Ortungssystemen auf den Punkt genau feststellen.
Eine Familienfeier im Garten, in ihrem Wohnzimmer, Büro, in der Firma oder ein Schnappschuss bei einem Seitensprung an einem geheimen Ort, ein Klick und die Metadaten von Bildern geben Auskunft über den Standort der Aufnahme. Dies kann manchmal peinlich werden.
Es kann aber auch gefährlich werden, wenn zum Beispiel in sensiblen Bereich von Ministerien, von Sicherheitseinrichtungen, Besprechungsräumen oder auch im Bereich von Energie- und Versorgungsnetzwerken, Fotos vorliegen, bei denen die GPS-Standortdaten in den Meta-Daten eingelesen und gespeichert sind.
Sobald solche Fotos samt den Metadaten online sind, können diese Daten sehr einfach und schnell ausgelesen werden. Auf den Punkt genau kann dann der Standort der Aufnahme gesucht und gefunden werden.
Erst vor einiger Zeit wurde eine österreichische SCHIEBEL Drohne mit hoher Wahrscheinlichkeit mittels GPS-Datenmanipulation vom Boden aus zum Absturz gebracht. Nämlich punktgenau auf die Kontroll- und Steuerungsmannschaft am Boden kam die Drohne zum Absturz. Ein Techniker der Firma SCHIEBEL kam dabei zu Tode.
Es können auch Lenkwaffen, Kanonen, Feuersysteme und sogar Handfeuerwaffen, sowie Jagdgewehre mittels GPS-Daten punkgenau ins Ziel gerichtet werden.
Welche "kranke" Ideen entwickelt werden können Sie sich mit nachstehendem Link ansehen:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/live-sh...
Das GPS-Signal kann somit sowohl Leben retten, es kann damit aber auch Leben ausgelöscht werden.
Hier ein Beispiel, wie Journalisten mit GPS-Daten 27 Geheimdienstzentralen, in denen gefoltert wurde, veröffentlicht haben.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/folter-in-sy...
Die Jagd nach Standortinformationen verknüpft mit Personen- und Liegenschaftsdaten hat im Internet schon lange begonnen. Es wird sogar ein Handel mit solchen Daten betrieben.
Mit Google-Earth z.B. konnte man schon immer die GPS Daten von Örtlichkeiten feststellen. Mit der Weiterentwicklung der Digitalkameras zur GPS-Standorteinlesung in die Meta-Daten von Fotos, dringt man über den jeweiligen Fotografen in die Häuser, Zielobjekte, Anlagen ein, bis in den letzten Winkel von Besprechungsräumen und Lagezentren, soweit es dort einen GPS Empfang gibt und das GPS Modul der Kamera aktiviert ist, werden die Daten im Bild gespeichert.
Die technischen Entwicklungen und die Forschung bringt viel Gutes für die Menschheit, aber nicht alle technischen Errungenschaften bringen nur Vorteile. Einige wie hier das GPS-Standortsignal kann auch sehr negative Auswirkungen auf die Sicherheit und auf den Persönlichkeitsbereich von Menschen haben.
Daher prüfen Sie Ihr Handy, den PDA und vor allem Ihre digitale Kamera und entscheiden sie selbst durch Aktivierung oder Deaktivierung der GPS-Funktion, welche Standortdaten sie weitergeben möchten und welche nicht.
Suchmöglichkeit nach GPS-Daten in Fotos:
http://www.cdfinder.de/de/de/de/geotagging.html
Löschen von GPS-Daten in Fotos:
http://www.gutefrage.net/video/gps-daten-aus-bilde...
Freewaretool zum Löschen von Metadaten in jpg-Dateien:
http://www.freeware.de/download/easy-exif-delete_5...







