22.06.2016, 14:11 Uhr

"Jeden Tag eine neue Herausforderung" – Heinz Wagner wurde vom Lehrling zum Chef

Heinz Wagner vom Autohaus Denzel hat in seiner bisherigen Karriere geschätzte 20.000 Autos verkauft
EISENSTADT. Seit über 23 Jahren leitet der gebürtige Eisenstädter Heinz Wagner das Autohaus Denzel in der Mattersburger Straße in Eisenstadt. Beschäftigt ist der 55-Jährige dort allerdings schon bedeutend länger. Und zwar seit jenem Tag, als er seine Lehre zum Automechaniker begann.

Karriere 1975 gestartet

Es war das Jahr 1975 als Heinz Wagner seine berufliche Karriere im Autohaus Denzel startete. An seine Lehrzeit hat der seit 30 Jahren in Loretto lebende Wagner ausschließlich gute Erinnerungen. "Ich habe hier sehr viel gelernt und mitnehmen können", erzählt der zweifache Vater. Auch die Berufsschule hat dem verheirateten Mann "sehr viel gebracht". "Ich war damals in der Berufsschule in Pinkafeld und es war immer sehr schön, auch weil man dadurch immer wieder mal aus Eisenstadt weggekommen ist und etwas Neues sehen durfte."
Den Kontakt mit seinen damaligen Berufsschul-Kollegen pflegt Wagner noch heute. "Man baut sich da schon ein gewisses Netzwerk auf, das man natürlich auch heute beruflich nutzt", erklärt der 55-Jährige.

"Wollte das schon immer"

Warum Heinz Wagner ausgerechnet den Beruf des Automechanikers erlernte, ist einfach erklärt: "Ich wollte schon immer Mechaniker werden, der Beruf hat mich immer interessiert. Und was einen interessiert, ist auch leicht zu lernen und umzusetzen", schildert Wagner.
Alles andere als leicht scheint hingegen das Erreichen von Wagners bisheriger Verkaufszahlen. "Ich habe nie gezählt, wie viele Autos ich schon repariert oder verkauft habe. Es dürften jedoch so um die 20.000 sein", schätzt der heutige Chef. "Es waren auf jeden Fall etliche und ich hoffe es kommen noch welche dazu", schmunzelt Wagner.

Keine Lehre, keine Facharbeiter

Das Heinz Wagner heute die Zügeln im Autohaus Denzel in seinen Händen hält, hat er vor allem auch seiner Lehre zu verdanken. Diese hält der 55-Jährige generell für eine wichtige Ausbildung, auch für die Wirtschaft. "Durch die Lehre hat man die gleichen Möglichkeiten wie mit anderen Ausbildungen. Der Vorteil ist, man weiß wovon man spricht, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Und ohne Lehrlinge gebe es auch keine Facharbeiter."

Für 23 Mitarbeiter verantwortlich

Heute ist Heinz Wagner für insgesamt 23 Mitarbeiter verantwortlich, was naturgemäß nicht immer einfach ist. "Man muss natürlich oft unpopuläre Entscheidungen treffen." Auch die Dauer der Arbeitstage könnte durchaus kürzer sein. "Meine Tage haben keine acht, sondern oft 14 oder 15 Stunden, aber ich arbeite mit großer Freude, ansonsten würde es sowieso nicht funktionieren." Grundsätzlich ist Heinz Wagner ein zufriedener Chef. "Das schönste in meinem Beruf ist, man erlebt jeden Tag eine neue Herausforderung. Es ist keine eintönige Arbeit."

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