18.04.2016, 15:30 Uhr

Ennser Altenheim für Zukunft gerüstet

Heimleiter Helmut Wurdinger und Pflegedienstleiterin Bernadette Raml bei einer elektonischen Pflegedokumentations-Station.
ENNS. Sowohl die steigende Lebenserwartung als auch die Zunahme chronischer Krankheiten werden die Pflege in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Das Bezirksaltenheim in Enns gibt es bereits seit 1967 und hat derzeit 136 Langzeit- und zwei Kurzzeitpflegeplätze. Seit 2003 ist Helmut Wurdinger Heimleiter und sorgt mit 110 Mitarbeitern für das Wohl der alten Menschen. „Wir sind in Wahrheit schon ein Pflegeheim. Doch durch die steigende Anzahl der zu Pflegenden wird man für die Zukunft noch andere Pflegeformen entwickeln müssen. Auch wir hier in Enns brauchen noch mehr Angebote und in Zukunft sicher auch ein Tageszentrum“ sagt der Heimleiter der sich nach dem Beruf als Banker für den Sozialbereich entschieden hat. Einige Altenheime haben bereits Schwerpunkte wie zum Beispiel Bereiche für Koma- und Dialysepatienten oder eine eigene Palliativ Station gesetzt. Das Altenheim in Enns hat noch keine Spezialisierung. Hier leben alte, gebrechliche und Demenzkranke Menschen noch zusammen in einem Haus. „Die Zukunft in der Pflege hängt auch ganz stark mit der Zukunft der Wissenschaft und Medizin zusammen“ erklärt der Heimleiter. Einen großen Schritt in die Zukunft hat das Ennser Altenheim aber mit der Einführung der elektronischen Pflegedokumentation bereits kürzlich gemacht. Die Anforderungen an eine lückenlose Pflegedokumentation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sei es für die Pflegeforschung oder Haftungsrechtliche Ansprüche von Kostenträgern und Patienten. Der Dokumentationsaufwand der bisweilen händisch erfasst wurde hat die knappen Zeit Ressourcen noch weiter eingeschränkt. Pflegekräfte beklagten, dass bis zu vierzig Prozent ihrer Arbeitszeit für administrative Tätigkeiten aufgehen. „Die elektronische Pflegedokumentation ist zwar zur Zeit noch eine zusätzliche Herausforderung für das Pflegepersonal doch wenn jeder einmal mit dem System vertraut ist wird es eine große Erleichterung der Arbeit sein“ sind sich der Heimleiter und die Pflegedienstleiterin sicher.
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