15.06.2016, 00:00 Uhr

Minimed informiert über die Schattenseiten der Sonne

Dermatologe Helmut Kehrer mit Moderatorin Christine Radmayr. (Foto: Mini Med)
LINZ. Die Sonne öffnet das Herz und hebt die Laune, außerdem regt sie den Stoffwechsel an und ist für die Bildung von Vitamin D von Bedeutung. Als ihre Schattenseiten sind vor allem die UV-A und UV-B Strahlen zu nennen. Beide sind maßgeblich für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich. Neue Studien bestätigen, dass fünf und mehr Sonnenbrände bis zum 20. Lebensjahr die Gefahr an Hautkrebs zu erkranken um 80 Prozent erhöhen.

Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) gehört zu den häufigsten bösartigen Tumoren, von dem es pro Jahr in Österreich rund 5000 Neuerkrankungen gibt, wobei es sich bei knapp 2000 um eine Krebsfrühform handelt. Insgesamt können etwa 85 Prozent der Karzinome geheilt werden. Asymmetrische, unscharf begrenzte Muttermale, die die Farbe wechseln sind genauso wie Juckreiz, Blutungen und plötzliches Größenwachstum, Alarmsignale. „Trotz der deutlichen Zunahme der Melanome in den letzten 20 Jahren ist die Sterblichkeit in Relation deutlich zurückgegangen. Einerseits weil Informationskampagnen sensibilisieren, andererseits weil sich die Behandlungsmöglichkeiten mit Immuntherapie und personalisierter Medizin in den letzten fünf Jahren dramatisch verbessert haben“, sagt der Oberarzt Helmut Kehrer, Leiter der dermatologischen onkologischen Ambulanz im KH der Elisabethinen in Linz.

Beim weißen Hautkrebs spielen neben UV-Strahlung auch Genetik, bestimmte Medikamente, Narben, etwa nach Verbrennung, eine Rolle. Durch die steigende Lebenserwartung werden die weißen Hautkrebsarten, die nur sehr selten metastasieren, noch zunehmen. Bewusster Umgang mit der Sonne, konsequenter Sonnenschutz durch Kleidung und Sonnencreme sind unerlässlich zur Senkung des individuellen Risikos. Auch bei langen Autofahren an Sonnentagen eincremen, denn Glas lässt vor allem UV-A Strahlen, die für den Sonnenbrand zuständig sind, durch. Auch unter Bäumen und Sonnenschirmen gelangen noch mindestens die Hälfte der UV-Strahlen an unsere Haut.
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