14.06.2016, 11:14 Uhr

Rupert Baumgartner feierte 50-jähriges Priesterjubiläum in St. Florian

Pfarrer Rupert Baumgartner (Foto: Stift St. Florian/Saidnader)
ST. FLORIAN. Die Taufen, Hochzeiten, Begräbnisse, Gottesdienste und Maiandachten zu zählen, die Rupert Baumgartner in seiner 50-jährigen Tätigkeit als Priester in St. Florian mit den Florianern gefeiert hat, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Es sind Generationen, die von diesem Seelsorger auf ihrem Weg durchs Leben begleitet wurden. Und das nicht nur durch ein Nebeneinander, sondern in einem wahren Miteinander mit den Gläubigen. Seien es die Kinder in der Volkschule, die Jugendlichen, die jungen Erwachsenen oder auch die älteren Generationen.

1960 in den Orden der Augustiner Chorherren in St. Florian eingetreten, wurde er am 4. Mai 1966 nach Abschluss seines Studiums zum Priester geweiht. Es folgten Jahre als Kaplan in St. Florian. 1986 wurde Baumgartner Stiftspfarrer von St. Florian. Ab 2005 übernahm Harald Ehrl diese Tätigkeit und Pfarrer Baumgartner unterstützt seinen Nachfolger seitdem wieder als Kaplan in vielen Bereichen.

„Nicht Herr eures Glaubens, sondern Diener eurer Freude“ – Das ist sein gewählter Primizspruch von 1966, den er seit all den Jahren immer noch lebt. Diese Freude zeigt sich besonders in den vielen Gesprächen mit den Florianern, bei den unzähligen Festen und Pfarrfahrten und in jeder einzelnen Begegnung, die eigentlich fast immer mit einer guten Portion Humor – auf jeden Fall aber mit großer Herzlichkeit begleitet sind.

Rupert Baumgartner ist aber nicht nur voll und ganz Seelsorger, sondern auch ein großer Kunstliebhaber. Er sagt selbst, dass ihn die Schönheit des Stiftes, der Klang der Orgeln oder der Musikinstrumente immer wieder beeindrucken – und, dass er sich wohl nie daran gewöhnen wird. Baumgartner ist aber nicht nur ein Genießer der Kunst, sondern auch ein besonderer Kunstvermittler, der vielen Menschen den Zugang zur Freude an der Kunst eröffnet. Dies zeigt sich auch in seinem Engagement für Erhaltungsmaßnahmen und Restaurierungsarbeiten, wie etwa bei dem größten Projekt, der Restaurierung der Stiftbasilika und der Brucknerorgel in den Jahren 1992-96 und in der Gründung des Vereins St. Florianer Freunde der Kunst im Jahr 2007.

Durch seinen unermüdlichen Einsatz entstand auch eine enge Partnerschaft mit der Pfarre Potoci in der Diözese Mostar, wo durch tatkräftige Mithilfe vieler helfender Hände die dortige zerstörte Pfarrkirche wieder aufgebaut werden konnte und das Projekt „Weinberg“ betrieben wurde. Rupert Baumgartner meint, dass er in all den Jahren mit seiner Berufung nie eine Berufskrise gehabt hätte und dankbar ist für jeden einzelne schöne Begegnung in seiner Zeit in St. Florian.

Baumgartner wurde mit dem goldenen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet und erhielt zu seinem 70. Geburtstag 2010 die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich. Er ist Träger des Kulturehrenpreises der Marktgemeinde St. Florian und ist seit 2000 Ehrenbürger der Stiftsgemeinde.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.