01.08.2016, 12:09 Uhr

Fahrzeugpanne vorgetäuscht: Anzeige wegen Verdachts auf Betrug

(Foto: Gerhard Seybert/Fotolia)

Zwei Rumänen wurden wegen Verdachts auf Betrug der Staatsanwaltschaft Steyr angezeigt.

HARGELSBERG (km). Auf der B 309 täuschten laut Polizei gestern, 31. Juli, im Gemeindegebiet von Hargelsberg zwei Rumänen eine Fahrzeugpanne vor. Sie versuchten damit vorbeifahrende Lenker zum Anhalten zu bewegen. Einer der beiden Rumänen forderte von den Anhaltenden Bargeld für Benzin. Ein Lenker alarmierte daraufhin die Polizei.

Bei der Überprüfung des Pkw konnten die Polizisten feststellen, dass die Treibstoffanzeige auf halbvoll stand und das Fahrzeug fahrbereit war. Weiters konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die beiden Rumänen bereits am selben Tag in Ansfelden und am Tag zuvor in St. Florian mit derselben Vorgehensweise in Erscheinung getreten sind. "Wir wissen von einem konkreten Fall in St. Florian. Ein Lenker wollte den beiden 20 Euro fürs Tanken geben", erklärt Simone Mayr-Kirchberger von der Pressestelle der Polizei Oberösterreich. "Das war den Tätern offensichtlich zu wenig. Sie forderten 50 Euro." Der Lenker fuhr nach der dreisten Aufforderung, ohne ihnen Bargeld gegeben zu haben, weiter. "Dies stellte sich im Nachhinein als gut heraus", so Mayr-Kirchberger. "Der Lenker zeigte ein vorbildliches Verhalten, da er den beiden aus ihrer misslichen Lage helfen wollte." Nicht jeder sei ein Betrüger. Dennoch solle man bei dreisten Forderungen hellhörig werden und im Ernstfall die Polizei verständigen.

Wegen Verdachtes auf Betrug angezeigt

Da bei dem Fahrzeug mit englischer Zulassung kein Versicherungsschutz bestand, wurde in weiterer Folge eine Sicherheitsleistung in der Höhe von 200 Euro eingehoben. Dieses Bargeld wurde umgehend von einem der beiden Rumänen bezahlt. "Die beiden Rumänen dürften die vorbeifahrenden Lenker hauptsächlich wegen kleineren Gelddiebstählen angehalten haben", so Mayr-Kirchberger. Eine Anzeige wegen Verdachts auf Betrug nach §146 StGB wird an die Staatsanwaltschaft Steyr erstattet. Für keinen der anhaltenden Fahrer kam es zu einem Schaden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.