13.04.2016, 14:08 Uhr

Wirtschaft fordert raschen Neubau der Donaubrücke Mauthausen

Johannes Hödlmayr, Anton Karner, Edmund Wall, Nikolaus Glisic (vorne, v.li), Karl Hasenöhrl, Andreas Kampenhuber (hinten, v.li.). (Foto: BRS)

Petition "Neue Donaubrücke Mauthausen bis 2020" erhält Unterstützung von Wirtschaftstreibenden.

ENNSDORF, MAUTHAUSEN, ST. PANTALEON-ERLA (km). Die Verkehrssituation im Bereich der Donaubrücke Mauthausen ist derzeit nicht nur für Pendler unbefriedigend. "Wenn die Wirtschaft sich entwickeln soll, braucht es hierfür die nötige Infrastruktur. Hier hat uns die Politik im Stich gelassen", erklärt Anton Karner, Geschäftsführer der Firma Habau. "Die Wirtschaftsräume Oberösterreich und Niederösterreich sind gegenseitig von einander abhängig. Es ist ein Wahnsinn, dass also noch nichts passiert ist." Gemeinsam mit Vertretern der Firmen CNH Industrial, Engel, GLS, Hasenöhrl, Hödlmayr und Petschl unterstützt Karner die Unterschriftenaktion "Neue Donaubrücke Mauthausen bis 2020". "Ich finde es sehr positiv, dass es so eine Petition gibt. Ziel ist, 10.000 Unterschriften der Bevölkerung zu erreichen", so der Schwertberger Logistikunternehmer Johannes Hödlmayr. "Von unserer Firma werden die Mitarbeiter mitziehen", erklärt Hödlmayr und erhält Unterstützung von den Vertretern der anderen Firmen: Edmund Wall (GLS), Nikolaus Glisic (Petschl), Karl Hasenöhrl und Andreas Kampenhuber (CNH).

Brücken auf Stelzen?

Derzeit liegen zwei Standort-Varianten für die neue Donaubrücke auf dem Tisch. Die Beibehaltung der aktuellen Brückenposition sei auf Seiten Niederösterreichs gewünscht, Oberösterreich will hingegen eine Brücke 500 Meter östlich des bestehenden Standortes. "Langfristig gesehen ist die Variante Ost vernünftig", sind sich die Unternehmer einig. Die Ost-Variante erstreckt sich auf zirka 900 Metern im angrenzenden Auwald der derzeitigen Donaubrücke. "Um den Auwald zu schützen und den Bauern entgegenzukommen, wäre eine Stelzen-Variante eine Option", so Hödlmayr. Neben dem Schutz des Naherholungsgebietes wäre diese künftige Donaubrücke auch vor Hochwasser sicher. Außerdem hätten die Grundeigentümer hierbei den geringsten Grundverlust zu verzeichnen, so der Tenor der Unternehmer.

Wirtschaftsbund für Neubau

Unterstützung erhält die Petition "Neue Donaubrücke Mauthausen bis 2020" auch von Seiten des oberösterreichischen Wirtschaftsbundes. "Der oö. Wirtschaftsbund unterstützt die Petition zur raschen Umsetzung eines Neubaus der Donaubrücke Mauthausen", so Wirtschaftsbund-Direktor Wolfgang Greil. "Dieser Wasserübergang ist gerade für die regionale Wirtschaft im Mühlviertel von enormer Bedeutung. Einerseits, um für notwendige Transporte eine leistungsfähige Anbindung zu haben, andererseits für die Arbeitnehmer, Pendler und Konsumenten."

Petition für Neubau der Donaubrücke Mauthausen bis 2020

Wer sich ebenfalls für einen Neubau der Donaubrücke bis 2020 einsetzten will, gelangt hier zur Online-Petition.

Unter www.meinbezirk.at/donaubruecke2020 können Sie die Petition
"Neue Donaubrücke Mauthausen bis 2020" unterzeichnen oder downloaden und anschließend an den teilnehmenden Gemeindeämtern abgeben.
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