17.05.2016, 13:31 Uhr

"Wissen nicht, was sie noch tun werden"

HOFKIRCHEN. Tage nach dem Brand auf seinem Bauernhof klingt Wilhelm Riedl schon wieder etwas gefasster. "Es nützt nichts, wir müssen nach vorne schauen. Meine Familie und ich haben es schon halbwegs verarbeitet." Es ist schon fast ein wenig Routine für den 40-Jährigen aus Hofkirchen. Achtmal hat er schon miterlebt, dass bei ihm gezündelt worden ist. Dreimal brannten seine Höfe ab. Zweimal der Wirtschaftstrakt in Hofkirchen, einmal sein Gefügelhof in Niederneukirchen.

"Wir wissen nicht wer dahintersteckt. Ich wüsste nicht, wer uns sowas antun könnte", sagt Riedl. Feinde habe er keine. "Wir wissen nicht, was der Täter oder die Täter noch tun." Das sei das Ungewisse. Den Hof in Hofkirchen möchte er wiederaufbauen. Eigentlich wäre geplant gewesen, zunächst den Stallbau in Niederneukirchen wieder herzurichten.

Die Polizei geht erneut von Brandstiftung aus. Fünf Kameras hatte Riedl nach dem Anschlag im Vorjahr fünf Kameras auf dem Hof installiert. Die Polizei wertet derzeit die Bilder aus. Einmal hatte der Hühnerzüchter schon einen Drohbrief erhalten. Darin ist gestanden, sein Hof würde brennen, wenn er weiter Hühner halte. Riedl hat eine Belohnung von 20.000 Euro für Hinweise, die zum Täter führen, ausgesetzt.

"Glück ist, dass niemand verletzt wurde", so Riedl. Seine Eltern, die im Nebengebäude geschlafen hatten, wurden vom Rauchmelder per SMS verständigt. Tiere befanden sich zur Tatzeit keine in den Ställen.
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