19.07.2016, 19:34 Uhr

Info.: Die ich gerne weiter gebe Hirschkäfer MA 22

Die MA 22 auf den Spuren des Hirschkäfers
Wiener Umweltschutzabteilung sucht große Krabbler in Wiens Wäldern

Ein nettes Thema zu einem noch nicht zu seltenen Käfer - unsere Käferexperten erhoffen sich viele Meldungen als kleinen Einstieg in eine Kartierung

Die Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22 möchte gerne noch unbekannte Lebensräume der in Wien streng geschützten Hirschkäfer erkunden und ersucht dabei um Unterstützung von Naturinteressierten. Hirschkäfer sind in Wien häufig zu sehen, besonders im Wiener Wald und im Prater. Es gibt aber auch Sichtungen im innerstädtischen Gebiet.
Der Hirschkäfer ist eine beeindruckende Erscheinung

Besonders auffällig sind die Hirschkäfermännchen, die neben ihrer Größe von bis zu 7 cm, vor allem durch ihr „Geweih“ auffallen, das genau genommen deren massiv vergrößerter Oberkiefer ist. Das namengebende „Geweih“ und die Deckflügel des männlichen Hirschkäfers sind rotbraun gefärbt. Die Hirschkäferweibchen sind kleiner, vollkommen schwarz gefärbt und haben weniger stark ausgeformte Oberkiefer. Als Nahrung werden von den ausgewachsenen Käfern, deren Lebenserwartung nur wenige Wochen beträgt, Pflanzensäfte aufgenommen. Die Larven, die sich aus den Eiern in Wurzeln toter oder kranker Bäume entwickeln, ernähren sich vom mürben Holz. Nach einigen Jahren Entwicklungsdauer verpuppen sie sich in unterirdischen Kammern.
Netzwerk Natur sorgt für Lebensräume der Käfer

Die größte Gefährdung der Hirschkäfer geht vom Verlust der Lebensräume bzw. konkret vom Mangel an Totholz aus, in dem sich die Larven der Käfer entwickeln können: In wirtschaftlich genutzten Wäldern ist es oft recht aufgeräumt, auch die vom Hirschkäfer bevorzugten Eichen bleiben selten ungenutzt als Totholz zurück. Im Rahmen von Netzwerk Natur, dem in der MA 22 angesiedelten Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm, werden auf Arealen mit alten Baumbeständen sowie in den Wäldern Wiens eigens Rückzugsorte aus Totholz geschaffen. So wurden z.B. an der Alten Donau oder auf der Donauinsel die Stümpfe abgestorbener Bäume stehen gelassen oder der Waldbereich im Moosgraben als Naturreservat ausgewiesen. An den Projekten sind oft auch mehrere Dienststellen beteiligt, darunter die MA 42-Wiener Stadtgärten, die MA 45-Wiener Gewässer und die MA 49-Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien.
Käfer sehen und melden

Wer einen dieser zu den größten Käferarten Europas zählenden Krabblern entdeckt, kann den Fund an die MA 22 melden:
Das geht via E-Mail: post@ma22.wien.gv.at
Post: Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22, Dresdner Straße 45, 1020 Wien
App: „Naturbeobachten in Wien“ oder „Wiener Flora und Fauna App“ (beide von der MA 22 inhaltlich empfohlen, jedoch nicht von der Stadt Wien sicherheitsüberprüft).

Pressebild:
https://www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_item...
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