07.10.2016, 19:37 Uhr

Angesagt!

Gerade zum richtigen Zeitpunkt, vor Wintereinbruch redet alle Welt vom Gemüsefermentieren. To-tal angesagt. Unglaublich köstlich - und kinderleicht zum Selbermachen.
Ich nehme kleine Gurkerl oder Karotten halbiert, gestiftet oder in Scheiben geschnitten - oder frisches Kraut geschnitten. Auch gemischt möglich. Nach Lust und Laune stecke ich Knoblauchzehen und/oder Zwiebelringe dazu.
Grundrezept: Ich schlichte das rohe Gemüse in ein Einmachglas, egal wie groß. Ich erwärme Leitungswasser mit so viel unjodiertem(!) Salz, dass es gerade noch nicht unangenehm salzig ist, wenn ich den Kochlöffel abschlecke. Das erhitzte Wasser gieße ich nun ins Glas. Das Gemüse muss komplett zugedeckt sein. Nun decke ich das Glas mit einem Plastikdeckel oder Teller zu. Ich schraube nicht fest zu, weil es darin gären wird. Die Gärgase werden eventuell den Teller zum Tanzen bringen, daher nehme ich Plastik. Ich lasse es bei Zimmertemperatur, ideal am lichten Fensterbrett stehen. Nach 2 Tagen koste ich. Je nach Geschmack braucht man 2-6 Tage, bis es perfekt ist.
Da die Gärung von Kleinstlebewesen in der Luft gestartet wird, könnte passieren, dass ein nicht gut schmeckendes Endprodukt entsteht. Um der Gärung eine schmackhafte Richtung zu geben, lege ich nach alter ungarischer Bauerntradition ein kleines Stück Weißbrot ins Glas. Die Skandinavier erreichen das gleiche, indem sie einen Teelöffel Joghurt ins Glas geben.
Varianten gibt es endlos; Dille oder ein Lorbeerblatt, Petersilgrün oder ein Stück Zitronenschale mit ins Glas geben, eine Prise Salz, auch Zucker; bunten Pfeffer, - oder überhaupt, allerlei Gemüse zusammen fermentieren.
Auf den Fotos ist das Gemüse nicht mehr von der Flüssigkeit zugedeckt, wir haben nämlich bereits davon genascht und auch von der Flüssigkeit - mit Leitungswasser verdünnt - getrunken. Mmmmh!!..
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.