04.07.2016, 08:04 Uhr

S-Bahn: Zwei Gleise in den Süden

Franz Bauer, Chef der ÖBB-Infrastruktur AG (r.), beim Spatenstich für den Ausbau. (Foto: Foto: ÖBB/Zenger)

Pottendorfer Linie wird bis 2023 durchgehend zweigleisig ausgebaut

Der Ausbau des S-Bahn-Verkehrs geht weiter: Nachdem sich ÖBB und Stadt Wien erst vor kurzem über den Ausbau der Verbindungsbahn geeinigt haben, investieren die Bundesbahnen nun auch über #+660 Millionen Euro in die Pottendorfer Linie.

Die Pottendorfer Linie führt von Meidling über Inzersdorf und Blumental nach Süden und endet in Wiener Neustadt. Sie ist vor allem für Pendler aus dem Süden Wiens wichtig. Im Moment ist der Abschnitt von der Wiener Stadtgrenze bis Wampersdorf noch eingleisig. Bis 2023 soll die ganze Strecke zweigleisig ausgebaut werden.

Start in Hennersdorf

Die Bauarbeiten teilen sich in zwei Abschnitte: Ab heuer bis 2019 wird die Strecke bis Münchendorf in Angriff genommen. Die Bahnhöfe Hennersdorf, Achau und Münchendorf werden saniert und barrierefrei umgebaut. Heuer finden die Arbeiten in Hennersdorf statt. Unter anderem wird die Eisenbahnkreuzung an der Hauptstraße umgebaut. Im zweiten Abschnitt bis 2023 erfolgt der Ausbau rund um Ebreichsdorf.

Sperren im Sommer

Die Arbeiten erfolgen die meiste Zeit bei laufendem Betrieb. Drei längere Streckensperren werden allerdings notwendig sein. Sie werden in den Sommer gelegt, um Schülern und Pendlern möglichst wenig Umstände zu bereiten – in den Sommerferien 2017, 2018 und 2019 wird die Pottendorfer Linie voraussichtlich nicht verkehren.

Mit dem Ausbau soll sich auch die Verkehrssicherheit auf der Strecke erhöhen: Überall dort, wo umgebaut wird, werden Eisenbahnkreuzungen durch Über- oder Unterführungen ersetzt. Damit gibt es keine Kollisionsgefahr mehr und auch die Wartezeiten vor Eisenbahnkreuzungen fallen weg.
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