29.06.2016, 07:00 Uhr

Die Natur ist kein großer Mistkübel!

Rosi Zwischenberger (l.) und Christina Petritz – alias "Hölga" – wollen mit einem Film Bewusstsein schaffen (Foto: Friessnegg)

Müll am Straßenrand beschäftigt Rosi Zwischenberger schon lange. Mit einem Film will sie zum Nachdenken anregen.

WABL (fri). Seit Jahren ärgert sich Kräuterexpertin und Landwirtin Rosi Zwischenberger über den Müll, den Verkehrsteilnehmer achtlos in der Natur entsorgen. "Ich kann nicht verstehen, wie man Müll einfach aus dem Autofenster werfen kann. Ganz nach dem Motto 'Aus dem Auge, aus dem Sinn' gehen Menschen mit ihrem Abfall um", macht Zwischenberger ihrem Unmut Luft.


Film soll aufrütteln

"Die Natur ist das Freiluft-Wohnzimmer von uns allen. Niemand würde in seinem eigenen Wohnzimmer den Müll einfach in die Ecke werfen." Darum hat sie sich mit Christina Petritz überlegt, wie man die Menschen wachrütteln und zum Umdenken bewegen könnte. "Christina wird in die Rolle der 'Hölga' schlüpfen, die sie auch bei der Faschingsgilde Steuerberg bekleidet. Gemeinsam werden wir Müll sammeln, dabei in einen Dialog treten und das im Film 'Haut's nit weg, euren Dreck!' festhalten", schildern die beiden naturverbundenen Frauen ihr Vorhaben. "Der Film wird dann via youtube über die Homepage des Faschingsgilde Steuerberg, der WOCHE Feldkirchen und über Facebook veröffentlicht."

Sprachrohr für die Natur

Weil Tiere und Pflanzen selbst keine Möglichkeit haben, ihre Probleme lautstark zu verkünden, wollen Zwischenberger und Petritz eine Art Sprachrohr sein. "Die ersten Bewohner dieser Erde waren Pflanzen. Sie liefern uns den notwendigen Sauerstoff, der Leben erst möglich macht. Daran sollte man immer denken." Durch mechanische Bearbeitung der Staßenränder würde der Müll zerkleinert werden und damit über Nutztiere, die ebenfalls Schaden erleiden können, wieder zurück in die Nahrungskette des Menschen kommen.

Eine Vorbildfunktion

"Wir haben eine Vorbildfunktion für unsere Kinder. Wenn wir ihnen nicht zeigen, wie es geht, von wem sollten sie es dann lernen?" Bei der Landesversammlung des Bundes der Österreichischen Faschingsgilden hat Zwischenberger ihr Projekt vorgetragen und ist auf großes Interesse gestoßen: "Einige Gilden haben bereits zugesichert, in Sachen 'Straßenmüll' aktiv werden zu wollen. Gemeinsam können wir einen Nachdenkprozess in Gang setzen!"
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.