27.07.2016, 06:57 Uhr

Seit sechs Jahren herrscht "Discolose" Zeit in Feldkirchen

Seit Jahren gibt es in Feldkirchen keine Disco. Das will Jugendreferent StR Herwig Tiffner ändern.

FELDKIRCHEN (fri). Gedanken um die Feldkirchner Jugendszene macht sich Jugendreferent StR Herwig Tiffner (FPÖ) seit einiger Zeit.

Jugend muss pendeln

"Es ist sehr schade, dass wir in der Stadt selbst seit mehr als sechs Jahren keine Disco haben. Eine Szene-Treffpunkt dieser Art fehlt einfach. Für einen Disco-Besuch müssen Jugendliche ins Auto steigen und in andere Städt ausweichen", bringt Tiffner die Problematik auf den Punkt. "Wenn es vor Ort kein Angebot gibt, werden die Jugendlichen förmlich gezwungen sich andere Lokale in anderen Orten zu suchen. Das ist schade, denn eine gut geführte Disco sollte es in einer Bezirksstadt wie Feldkirchen schon geben."
Handlungsbedarf sieht Tiffner auch im Hinblick auf die Sicherheit: "Unsere Jugendlichen müssen lange und oft gefährliche Fahrten in Kauf nehmen, um in eine Disco zu kommen." Würde es eine Jugendszene vor Ort geben, wäre das schnell vom Tisch.

Disco-Betrieb wäre möglich

Gut vorstellen könnte sich Tiffner eine Revitalisierung der ehemaligen "Tina" in der 10.-Oktober Straße. Dazu hat er auch schon Gespräche mit Karl Strasser, der das Gebäude von zwei Jahren gekauft hat, aufgenommen.
"Ich bin für alles offen", so Strasser. Derzeit werden die Räumlichkeiten, in denen die "Tina" untergebracht war, saniert. "Sollte sich nichts anderes ergeben, dann werde ich Mitte August hier ein Billard- & Dart-Café eröffnen", erklärt der Unternehmer. "Wir haben aber alle nötigen gewerberechtlichen Bewilligungen, mit denen auch eine Disco betrieben werden kann." Geklärt werden müssten natürlich alle Auflagen, die Öffnungszeiten, Lärmschutz oder dergleichen betreffen.

Behörde entscheidet

Diese Auflagen, so beschreibt der stellvertretende Bezirkshauptmann Robert Derhaschnig die Gesetzeslage, würden vom jeweiligen Standort abhängen. Gebiete, in denen es viele Anrainer gibt, wären an strengere Vorschriften gebunden. "Grundsätzlich wird das von Sachverständigen geprüft. Für eine Disco gelten natürlich andere Grundlagen als für ein Café. Auch die Öffnungszeiten variieren von Fall zu Fall." Diese seien Teil des Gewerberechts und würden von der Behörde festgelegt werden.
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