23.07.2016, 07:10 Uhr

Aus Garagen-Firma wurde Vorzeigebetrieb

Das Team von "go-e" baut die Elektromotoren. Diese werden dann an die Kunden verschickt (Foto: Friessnegg)

Neun Mitarbeiter sind beim StartUp Unternehmen "go-e" beschäftigt. Man baut Elektromotoren für Fahrräder.

FELDKIRCHEN (fri). Es war einmal ... Genau so könnte die Erfolgsgeschichte von "go-e" beginnen.
Es war nämlich so, dass der Student Peter Pötzi einen Elektromotor sah und eine Idee in ihm erwachte, die ihn nicht mehr los ließ. So begann er zu Hause den Motor nachzubauen. Gemeinsam mit Frank Fox saß er nächtelang in der Garage und tüftelte so lang, bis aus der einstigen Idee ein funktionierender Elektromotor geworden war. Dieser Prototyp konnte ein Fahrrad antreiben. So weit, so gut.

Erfolgreicher "Kickstart"

"Wir waren soweit den Motor in Serie gehen zu lassen und haben daraus ein KickStarter-Projekt gemacht", schildert Fox. Das Ziel der beiden Tüftler war damit 50.000 Euro zu erreichen. Daraus sind dann 300.000 Euro geworden. "Wir waren im Vorjahr das erfolgreichste KickStart-Projekt im Bereich Technik in Österreich. Darauf sind wir schon ein wenig stolz." 600 Motoren wurden auf diese Weise bestellt. Also musste ein geeigneter Firmenstandort gefunden werden. In der Industriestraße in Feldkirchen wurde eine ehemalige Tischlerei angemietet. Dort arbeiten nun neun Mitarbeiter am Aufbau der Elektromotoren, die dann in 32 Länder weltweit verschickt werden mit.


1.000 Vorbestellungen

"Gerade der amerikanische und der asiatische Markt sind große Abnehmer", erklärt Fox. "Radfahren ist in Industriestaaten hip und mit unserem Motor, der einfach aufgesteckt werden kann, lässt sich beinahe jedes Fahrrad in ein E-Bike. Die Voraussetzung ist, dass es eine Stelle gibt, an die Adapterplatte für den Motor angebracht werden kann. Räder, die einen Radständer dabei haben eigenen sich immer."

Bestellungen online

Bis zu tausend Mal ist der Akku wiederaufladbar und die Reichweite beträgt je nach Radtyp und Untergrund rund 60 Kilometer. Am Standort selbst ist die Produktion angesiedelt. Sogar die Platinen für den Motor werden dort selbst hergestellt.
"Direkt bei uns gibt es nichts zu kaufen. Die Bestellung erfolgt online und der Kunde bekommt ein Paket, in dem sich alle Teile, die er für die Nachrüstung des E-Motors für sein Fahrrad benötigt.
Fürchten muss sich davor niemand", so der Jung-Unternehmer. "Das System ist kinderleicht zu installieren und sollte in zehn Minuten abgeschlossen sein. Dann kann man sich auf seinen Drahtesel schwingen und absolut gelassen – mit oder ohne Motorunterstützung – die Gegend erkunden."
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