29.04.2016, 15:06 Uhr

Die neue Küche in Waiern: ein kulinarisches Großprojekt

Symbolischer Spatenstich für die Küche in Waiern. Investiert werden 6 Millionen Euro (Foto: Friessnegg)

Der Spatenstich für die neue Küche in Waiern ist erfolgt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2017 geplant. Investitionsvolumen rund 6 Millionen Euro.

WAIERN (fri). Lange wurde getüftelt und geplant, nun ist es endlich so weit: Baustart für die neue Küche.
Bis zu 90 Personen werden in der 2.100 Quadratmeter großen Küche bei Vollauslastung arbeiten und bis zu 4.500 Essen täglich zubereiten.


Cook and Chill

Gekocht wird in der neuen Küche weiterhin nach dem bewährten System Cook and Chill. Küchenleiter und Haubenkoch Michael Triebel: "Wir haben uns für dieses System entschieden, weil es qualitativ sehr hochwertig ist. Das Essen wird zu 90 Prozent vorgekocht und dann sehr schnell auf vier Grad gekühlt – aber nicht tiefgefroren. Der Kunde entscheidet dann selbst, wann er sein Essen über eine spezielle Wärmeplatte fertig kocht. So wird gewährleistet, dass die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben und frische Qualität auf den Tisch kommt."

"Gesunde Küche"

Bei den Kunden will man weiterhin mit Qualität und gesunden Produkten punkten. So kommt das Gemüse, wenn möglich, aus dem eigenen Biobetrieb – dem "Gartenhof" der Diakonie de La Tour. Im offiziell biozertifizierten Betrieb arbeiten Menschen mit Behinderung mit. Aber auch sonst werden regionale Produkte in der Küche bevorzugt. "Schon seit Sommer 2014 gibt es bei uns die Menü-Linie 'Gesunde Küche'", erklärt Triebel. "Ziel ist es die Gesundheit zu fördern und aufrechtzuerhalten. Daher werden bei uns keine Geschmacksverstärker, keine Aromastoffe und keine Farbstoffe verwendet. Wir sind Köche und keine "Sackerl-Aufreißer", die nur Convenience-Produkte verwenden." Zusätzlich wird bei der Zubereitung der Speisen auf die richtige Auswahl von hochwertigen Fetten und Ölen geachtet und Zucker reduziert.

Soziale Verantwortung

Aber auch soziales Engagement soll nicht zu kurz kommen. „Kulinarium Inklusiv“, die geplante Arbeitsinsel in der neuen Küche bietet sechs bis zehn Menschen mit Beeinträchtigungen die Chance mit Assistenzleistungen unterschiedliche Tätigkeiten zu erproben und zu erlernen. Weiters wird es eine integrative Lehrlingsausbildung geben.
"Man nehme qualitativ hochwertige Produkte, ein professionelles Team und eine große Portion soziale Verantwortung und würze alles mit Nachhaltigkeit", fasst der Rektor der Diakonie de La Tour,Hubert Stotter, zusammen. "Verfeinert wird mit Liebe zum Detail und hoher Kundenorientierung. Zubereitung: alle Zutaten respektvoll miteinander mischen. Zubereitungszeit: jeden Tag."


Leuchtturm-Projekt

Glücklich, dass sie Standort-Wahl auf Feldkirchen fiel, ist auch Bgm. Martin Treffner (ÖVP). "Feldkirchen liegt sehr zentral und bietet viele Vorteile. Die neue Straße ist soweit hergestellt, dass Baufahrzeuge zufahren können. Nach der Fertigstellung der Küche wird mit den Abschlussarbeiten begonnen." Die besten Wünsche von Seiten des Landeshauptmannes überbrachte Klubobmann Herwig Seiser (SPÖ). Er sieht im Großprojekt von Waiern einen Impuls für ganz Kärnten. "Es ist ein Leuchtturm-Projekt und die Diakonie de La Tour sorgt damit für eine Ankurbelung der heimischen Wirtschaft."

Zur Sache

Neue Küche Waiern
Baustart: Ende April 2016
Fertigstellung: Frühling 2017
Kapazität: Auf 2.100 Quadratmetern werden bis zu 4.500 Essen täglich zubereitet
Kosten: 6 Millionen Euro
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