23.06.2016, 16:20 Uhr

Diese Fahrten enden nie auf dem Holzweg

Otto Hofer, Stefan Weißensteiner, Klaus, Christina und Thomas Hofer, Martin Konday, Peter Hößl (Foto: Friessnegg)

Vor 30 Jahren hat man bei Hofer Holz mit dem Holzhandel begonnen. 4.000 LKW-Züge wurden im Vorjahr beladen.

OBERGLAN (fri). Vor exakt 110 Jahren kam der ehemalige Sägebetrieb in den Besitz der Familie Hofer.
"Lange Zeit wurde das Sägewerk betrieben. Auch noch unter meinem Vater", schildert Klaus Hofer, der den Betrieb im Jahr 2000 übernommen hat. Vor 30 Jahren kam der Holzhandel dazu, der mittlerweile das Kerngeschäft bildet.


100.000 Festmeter Holz

"Das Sägewerk gibt es zwar noch, geschnitten wird aber kein Holz mehr. Wir haben uns voll und ganz auf den Handel mit Rundholz spezialisiert", sagt Hofer. Im Vorjahr hätte man rund 100.000 Festmeter Holz aus dem Wald abtransportiert. "Das sind um mehr als zehn Prozent mehr als im Jahr davor." Den Grund sieht der Holzhändler, der wegen seiner Handschlagqualität weit über die Bezirksgrenzen bekannt ist, bei der hohen Menge an Schad- und Käferholz, die 2015 angefallen ist.

Für die Waldhygiene

"Der Sommer war extrem heiß und trocken. Das hat das Wachstum der Borkenkäfer begünstigt. Zudem gab es viele Stürme, die große Schäden in lokalen Wäldern angerichtet haben." Da sei es wichtig, dass beim Abtransport auch tatsächlich das gesamte Holz mitgenommen wird. "Schadholz, das im Wald liegenbleibt, kann wiederum Schädlinge anlocken. Zur Waldhygiene gehört es alle Baumstämme abzutransportieren. Das ist bei uns selbstverständlich."

Wertschöpfung bleibt

Ein wichtiger Ort für den Holzhändler und sein Team ist der Verladebahnhof Feldkirchen. Dort enden viele Fahrten. "Der Großteil unserer Holzes wird zum Bahnhof gebracht, verladen und dann via Zug zu unseren Kunden gebracht. Wir haben aber auch Abnehmer vor Ort, die das Schleifholz für die Energieversorgung brauchen. Einer davon ist die Diakonie de La Tour. Wir liefern das Holz für die Nahwärme Waiern", so Klaus Hofer.

Zahlen & Fakten

Hofer Holz
Betrieb seit 110 Jahren im Familienbesitz
1986 mit dem Holzhandel begonnen
Sechs Mitarbeiter, davon fünf Fahrer
Einsatzgebiet: Feldkirchen - 60 %, Villach - 20 %, Klagenfurt - 15 %, St. Veit - 5 %
Holzarten: Fichte, Tanne, Lärche, Kiefer, Zirbe
sowie Schleifholz/Faserholz
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.